18. Spieltag: Kickers wollen in Aue an die jüngsten Leistungen anknüpfen

Nur drei Tage nach dem Ende der Hinrunde startet der FC Würzburger Kickers am Dienstag, 26. Januar 2021, um 18:30 Uhr bereits in die zweite Halbserie. Zu Gast sind die Rothosen am 18. Spieltag beim FC Erzgebirge Aue. 

Die positiven Eindrücke mitnehmen

Ohne Punkte kehrten die Kickers aus Paderborn zurück nach Mainfranken. Dabei gaben in einem „typischen 0:0-Spiel“, wie Christian Strohdiek die Partie bezeichnete, Nuancen den Ausschlag für den SCP. Dennoch erkannte der Winter-Neuzugang und ehemalige Paderborner weitere Fortschritte: „Ich hätte gerne etwas Zählbares mitgenommen, was möglich gewesen wäre. Vor allem die erste halbe Stunde waren wir sehr gut im Spiel und hatten einige vielversprechende Offensivaktionen. Wir hatten eine gute Energie und Zweikampfführung auf dem Platz. Defensiv haben wir die gesamte Begegnung gegen eine spielstarke Mannschaft kaum etwas zugelassen.“

Diese positiven Eindrücke nehmen die Rothosen nun mit ins Erzgebirge, um dort den dritten Dreier der Saison einzufahren. Eine leichte Aufgabe wird das allerdings nicht – und das nicht nur wegen der 0:3-Niederlage im Hinspiel. „Die Würzburger Mannschaft hat sich stark verändert und hat mit der Elf des Hinspiels nicht mehr viel zu tun. Sie haben absolut an Qualität dazubekommen und sind absolut konkurrenzfähig. Sie haben in Paderborn sehr gut verteidigt und gegen eine offensivstarke Mannschaft kaum Chancen zugelassen. Sie haben nicht die Punktzahl, die sie verdient haben“, lobt Aue-Coach Dirk Schuster und erwartet eine „brutal schwere Aufgabe“.

Starkes offensives Auer Dreigestirn

Die Sachsen stehen nach der Hinrunde im gesicherten Mittelfeld und haben mit nur acht Zählern Rückstand Platz zwei in Sichtweite. Zudem sind die Auer nicht nur sehr heimstark – 14 ihrer 25 Punkte holten sie zu Hause, sondern haben mit Pascal Testroet auch einen der besten Torschützen und Scorer in ihren Reihen. Satte neunmal traf der 30-jährige Angreifer bereits und legte weitere fünf Treffer auf. Auch Florian Krüger hat bereits acht Tore in seiner Saisonbilanz stehen.

„Aue hat offensiv, Ben Zolinski noch dazugenommen, ein richtig starkes Trio. Sie haben in der Hinrunde für Furore gesorgt. Nach vorne ist der FCE immer brandgefährlich. Insgesamt haben sie eine gute Hinrunde gespielt und haben großes Selbstvertrauen. Uns wird am Dienstagabend ähnliches erwarten wie in Paderborn. Aber uns muss nicht angst und bange sein, das haben die letzten Spiele gezeigt“, zeigt Strohdiek Respekt vor den Erzgebirglern, geht aber auch mit breiter Brust in das Duell gegen die Veilchen.

Strohdiek zuversichtlich

„Die Mannschaft ist bereit, den Aufwand zu betreiben. Wir kämpfen und fighten, werfen alles rein. Jeder ist mit Herzblut dabei. Das ist auch in der Kabine spürbar. Jeder macht sich Gedanken, was man in den Gesprächen merkt. Wir wissen, dass wir Fußball spielen können. Wir müssen uns vor niemandem verstecken. Wir haben 17 Spiele und werden alles reinwerfen, um den Klassenerhalt zu schaffen“, ist der Innenverteidiger guter Dinge, nicht nur für das Gastspiel in Aue.

Eine Rückkehr an ihre alte Wirkungsstätte ist die Partie im Erzgebirgsstadion gleich für vier Kickers-Akteure. Neben dem verletzten Luke Hemmerich (Juli 2018 bis Dezember 2018) streiften sich auch FWK-Kapitän Arne Feick (Saison 2008/09), Ridge Munsy (Januar 2018 bis Saisonende) und Robert Herrmann (Saison 2018/19) bereits das Veilchen-Trikot über. Wahrscheinlich nicht an der Seitenlinie stehen wird FWK-Cheftrainer Bernhard Trares. Den Übungsleiter erwartet nach seinem Platzverweis in Paderborn eine Sperre. Ein offizielles Urteil liegt aber noch nicht vor.

Ein Sieg in fünf Duellen

Der bisher einzige Sieg in fünf Duelle gegen die Sachsen liegt fünfeinhalb Jahre zurück. Damals siegten die Rothosen in der FLYERALARM Arena mit 1:0. Er folgten zwei Remis und zwei Niederlagen, die letzte im Hinspiel dieser Saison mit 0:3.