Würzburger Kickers spielen Unentschieden gegen Regensburg

NACH MUNSYS FÜHRUNGSTOR UND AUSBLEIBEN DES VAR: KICKERS UND JAHN TEILEN DIE PUNKTE

Am 26. Spieltag haben sich der FC Würzburger Kickers und der SSV Jahn Regensburg mit einem 1:1-Unentschieden getrennt. In einer über weite Strecken ausgeglichenen Partie brachte Ridge Munsy die Rothosen vor dem Seitenwechsel in Führung (22.). Mit Anbruch der Schlussviertelstunde gelang Andreas Albers der Ausgleich für die Oberpfälzer.

Van La Parra mit Startelf-Debüt

Auf drei Positionen veränderte FWK-Cheftrainer Bernhard Trares seine Startelf im Vergleich zum Heimspiel gegen den FC Heidenheim vor zwei Wochen. Für den verletzten Arne Feick rückte Frank Ronstadt auf die Linksverteidiger-Position. Zudem ersetzten Mitja Lotrič und Rajiv van La Parra Patrick Sontheimer und Marvin Pieringer, die beide auf der Bank Platz nahmen. Nicht zur Verfügung standen neben Feick (Adduktorenprobleme), Ewerton (Muskelverletzung), Hendrik Hansen (Knieprobleme) und Luke Hemmerich (Aufbautraining).

Mit offenem Visier starteten beide Teams in die Partie. Die Würzburger attackierten den Jahn-Spielaufbau früh, generierten aber zunächst keine nennenswerten Ballgewinne. Aber auch die Oberpfälzer bissen sich in der Anfangsviertelstunde die Zähne an der gut gestaffelten FWK-Abwehr aus. Erst Andreas Albers Dropkick aus rund 22 Metern, der knapp über den Querbalken strich, sorgte für ein erstes Raunen in der FLYERALARM-Arena (20.).

Munsy erzielt seinen siebten Saisontreffer

Nur zwei Minuten später wurde es dann erstmals richtig laut am Dallenberg. Frank Ronstadt eroberte das Leder gegen Jann George und passte auf den freien David Kopacz, der wiederum den startenden Ridgy Munsy bediente. Der Angreifer, der vor der Partie bereits sechs Treffer auf seinem Konto hatte, ließ mit einem Haken Benedikt Saller ins Leere laufen und schweißte das Runde fulminant ins Eckige.

Regensburg nähert sich an

Beeindruckt zeigte sich der Jahn aber keineswegs. Die Regensburger beschäftigten die Kickers in der Defensive und kamen zu mehreren Abschlüssen, die Hendrik Bonmann allerdings problemlos parierte. Erst Haralambos Makridis brachte das Würzburger Tor richtig in Gefahr. Nach einer Ecke zog der Mittelfeldspieler aus dem Getümmel ab, scheiterte aber an Bonmann (36.). Kurz vor der Pause musste er nach Albers Flanke und Max Besuschkows Weiterleitung nicht eingreifen, da Otto knapp verpasste (43.).

Regensburgs Ausgleich wäre durchaus verdient gewesen, obwohl auch die Rothosen ebenfalls ihre Möglichkeiten hatten. Douglas prüfte SSV-Keeper Alexander Meyer per Fallrückzieher nach einer zu kurz abgewehrten Kopacz-Ecke (29.). Lotrič traf nach feiner Kombination über Munsy und Kopacz das Leder nicht richtig und verzog deutlich (33.). Eine scharfe Hereingabe des Sieben-Tore-Manns fand keinen Abnehmer (39.), so dass es mit der knappen Führung für die Trares-Elf in die Kabinen ging.

Albers gleicht aus

Und auch nach dem Seitenwechsel waren es zunächst die Gäste, die den Ausgleich auf dem Fuß hatten. Doch Bonmann parierte glänzend gegen Makridis (47.). Auf der anderen Seite muss Meyer bei Lotričs Freistoß nicht eingreifen (52.). Dennoch wirkten die Oberpfälzer in einer Partie auf Augenhöhe, in der nach einer guten Stunde Dominic Baumann den angeschlagenen Munsy ersetzte (64.), gefährlicher. Und eine Viertelstunde vor dem Ende kamen die Oberpfälzer tatsächlich zum Ausgleich. Auf dem linken Flügel bediente Erik Wekesser den startenden Albers, der unhaltbar einschoss.

Schlussphase ohne Lucky Punsh

Allerdings hatte der Treffer einen faden Beigeschmack, da Ronstadt, der wenig später durch Nzuzi Toko ersetzt werden musste (81.), gefoult wurde, der VAR überprüfte die Szene nicht, Schiedsrichter Dr. Matthias Jöllenbeck sah sich die Szene auch nicht auf dem VAR-Bildschirm an. Zudem ersetzte Lars Dietz den emsigen Hašek (81.). Der Lucky Punsh sollte in einer hart umkämpften Schlussphase aber keinem Team mehr gelingen.

Nach der Länderspielpause sind die Rothosen am Ostersonntag (4. April um 13:30 Uhr) beim SV Sandhausen gefordert. Der Jahn empfängt zeitgleich den FC Erzgebirge Aue.

Stimmen zum Spiel

Bernhard Trares (Cheftrainer FC Würzburger Kickers): Meine Mannschaft hat heute eine kämpferisch starke Leistung gezeigt. Die Jungs haben alles gegeben und hätten den Sieg verdient gehabt. Wir haben gut verteidigt und hatten gute Kontermöglichkeiten. Die Chemie im Team passt und wäre noch besser mit einem Sieg gewesen. Leider sind wir aber mittlerweile das zwölfte Mal ungerecht behandelt worden. Der Gegenspieler knallte Ronstadt von hinten ins Knie, so dass dieser hernach ausgewechselt werden musste. Die Fernsehbilder sind eindeutig. Diese erneute Fehlentscheidung müssen wir jetzt erst einmal verkraften.

Frank Ronstadt (Spieler FC Würzburger Kickers): Heute wäre definitiv ein Dreier drin gewesen, zumal wir zu Unrecht den Gegentreffer kassieren. In der Entstehung vorher ist es ein Foul an mir. Ich nehme den Ball mit links mit, er kommt von rechts und ich stelle meinen Körper dazwischen. Er grätscht und trifft mich. Es ist gar nicht möglich, dass er nur den Ball trifft. Leider hat es der Schiedsrichter nicht abgepfiffen. Deshalb ist es schade, dass wir hier heute nur einen Punkt mitnehmen. Wir müssen jetzt die positiven Dinge herausziehen und daran anknüpfen. Insgesamt haben wir nämlich ein ordentliches Spiel gemacht.

Mersad Selimbegovič (Cheftrainer SSV Jahn Regensburg): Wir haben einen Punkt mitgenommen, obwohl sehr viel mehr drin gewesen wäre. Das Spiel verlief so, wie wir es erwartet hatten. Wir hatten mehr Ballbesitz und waren dominant, so dass wir im letzten Drittel gute Entscheidungen brauchten, um Torchancen zu erspielen. Das haben wir auch geschafft. Allerdings war unsere Chancenverwertung das Manko heute. Zudem haben wir uns in zwei Situationen so verhalten, wie wir uns nicht verhalten wollten. Wir haben sie zu Konter eingeladen. Einmal war es das 0:1, was es noch schwieriger gemacht hat. Dennoch sind wir unserer Linie treu geblieben und haben die Räume bespielt. Schon vor der Pause hätten wir die Partie egalisieren oder sogar drehen können. Auch in der zweiten Hälfte waren wir besser bis zum Ausgleich. Danach sind wir zu hektisch geworden und haben unsere Möglichkeiten nicht sauber zu Ende gespielt. So müssen wir mit dem Punkt leben.

Aufstellung

Würzburg: Bonmann – Feltscher, Douglas, Strohdiek, Ronstadt (81. Toko) – Hägele – Hašek (81. Dietz), Lotrič, Kopacz – van La Parra (72. Maierhofer), Munsy (64. Baumann).

Regensburg: Meyer – Saller (85. Hein), Elvedi, Gimber, Wekesser – Vrenezi (73. Caliskaner), George (85. Moritz), Besuschkow, Makridis (73. Becker) – Otto (61. Opoku), Albers.

Daten

Tore: 1:0 Munsy (22.), 1:1 Albers (75.).

Gelbe Karten: Baumann (65.) – Otto (43.), George (47.), Saller (51.), Makridis (54.).