3. Liga: Würzburger Kickers treten am Samstag bei Fortuna Köln an

Wenn der FC Würzburger Kickers an diesem Samstag, 28. Oktober, 14 Uhr (live im WDR und bei Telekom Sport), beim SC Fortuna Köln antritt, ist es für FWK-Angreifer Marco Königs auch eine Reise in die Vergangenheit: Insgesamt 36 Mal lief der gebürtige Solinger für die Fortuna in der 3. Liga auf, dabei erzielte er 16 Treffer und bereitete ein weiteres Dutzend vor.

Für den 1,89-Meter-Mann steht das Südstadion in Köln-Zollstock für den „alten und ehrlichen Fußball“, wie er in den 1907 News verrät, die ab Freitag wieder an über 150 Auslagestellen in und um Würzburg ausliegen. Für den Angreifer geht es jedoch einzig und allein darum, „das Spiel am Samstag zu gewinnen und den Bock umzustoßen. Es wird Zeit für einen dreckigen Sieg! Dafür gilt es, alles rauszuhauen.“

 

Gute Erinnerungen

 

Bislang trafen die Kickers und die Fortuna in der 3. Liga lediglich zweimal aufeinander. Königs, der im Sommer 2016 vom Rhein an den Main gewechselt ist, trug in diesen Duellen jeweils noch das Trikot der Nordrhein-Westfalen. Und es war der heute 27-Jährige, der das einzige Tor der Fortunen gegen die Rothosen erzielten konnte. Die Partie am Dallenberg, die der FWK trotz Rückstands mit 4:1 für sich entscheiden konnte, endete ebenso positiv wie das Aufeinandertreffen in der Hinrunde 2015/16, als sich die Mainfranken am Tag der Deutschen Einheit mit 3:0 im Südstadion durchzusetzen wussten.

Fortuna auf Rang drei

 

In der aktuellen Spielzeit konnte der SC jedoch bereits 27 Punkte sammeln und steht damit auf dem dritten Tabellenplatz. Am vergangenen Spieltag unterlagen die Domstädter mit 0:1 in Meppen, davor konnten die Kölner in drei ihrer letzten vier Partien dreifach punkten. Vor eigenem Publikum mussten sie in dieser Saison erst eine Niederlage hinnehmen: am zehnten Spieltag beim 0:3 gegen die Sportfreunde aus Lotte. Unter der Woche setzte sich die Fortuna im Landespokal mit 1:0 bei Landesligist FC Union Schafhausen durch. Bester Torschütze bei den Gastgebern ist Hamdi Dahmani mit aktuell fünf Treffern.

Kontinuität ist es, auf die man am Rhein wert legt: Uwe Koschinat befindet sich bereits in seiner siebten Saison als Cheftrainer und ist damit aktuell der dienstälteste Trainer in der 3. Liga. Marco Königs („Die Fortuna spielt bislang eine sehr starke Saison!“) und FWK-Cheftrainer Michael Schiele („Sie haben derzeit eine breite Brust!“) wissen, was sie im Südstadion erwartet.

 

Konkurrenzkampf lebt

 

Dennoch geht es für die Rothosen darum, wie Michael Schiele, der seit Montag nicht mehr Interims-, sondern Cheftrainer ist, betont, „das eigene Spiel durchzuziehen und sich wieder Chancen zu erarbeiten. Anders als es in der ersten Halbzeit gegen Wiesbaden der Fall war, gilt es dann, diese auch in Tore umzumünzen“.

Nach der Adduktoren-Verletzung von Franko Uzelac wird es im Team der Mainfranken zwangsläufig mindestens eine Änderung geben, ob weitere Wechsel in der Startelf geplant sind, ließ Schiele offen: „Wir haben aktuell 18 fitte Spieler, der Konkurrenzkampf ist vorhanden. Klar ist, dass Marco Königs auf einen Einsatz gegen seinen Ex-Verein brennt.“ Durchaus möglich also, dass der Ex-Fortune in seinem alten Wohnzimmer von Beginn an ran darf.