40-Tonner stürzt von Autobahnbrücke hinab

Spektakuläres und zugleich erschreckendes Bild bei Wiesentheid (Lkr. Kitzingen) am Mittwochabend: Plötzlich lag ein 40-Tonner auf der Staatsstraße, die unter der A3 durchführt. 

Zunächst war der Fahrer des LKW auf der A3 in Richtung Frankfurt unterwegs. Aus ungeklärter Ursache übersah der 40-Jährige das Stauende jedoch, riss sein Lenkrad herum und wich daher auf  den Grünstreifen aus, wo er vollends die Kontrolle über sein Gefährt verlor. 

Doch der 40 Tonner sollte nicht einfach so stehen bleiben. "Der ist etliche hundert Meter vor der eigentliche Einschlagstelle von der A3 abgekommen und neben der Autobahn hergefahren", schildert Michael Rückel, der Kommandant der Feuerwehr Wiesentheid. Erst die Unterführung, durch die die Staatsstraße 2420 führt, bereitete der Fahrt ein jähes Ende. Der Mann stürzte zunächst rund vier Meter auf die Staatsstraße hinab und krachte dann schließlich mit voller Wucht in die Unterführung. 

Quer auf der Straße kam der 40-Tonner völlig zerstört zum Liegen, der Fahrer war nach dem schweren Aufprall in seinem Führerhaus eingeklemmt. "Der Zugangsbereich war komplett versperrt, wir mussten uns zusammen mit dem Rettungsdienst eine Schneise freikämpfen, um an den Verletzten zu kommen", sagt Rückel weiter, der den Lastwagenfahrer mit seinen Kameraden mit hydraulischem Gerät befreite. Nach der Rettung wurde der Lastwagenfahrer mit schweren Verletzungen mit einem Hubschrauber in ein Krankenhaus eingeflogen.

Ein zur Unfallstelle beordertes Spezialunternehmen übernahm daraufhin die Bergung des 40-Tonners, die sich noch bis in die späten Abendstunden zog. Wie es zu dem Unfall kommen konnte, ist auch den Einsatzkräften noch ein Rätsel. "Der Fahrer hatte mehr Glück als Verstand, der hatte sehr viel Dusel", resümiert Rückel

Bilder: NEWS 5/Merzbach