6. Spieltag: Gegen Bochum soll die Null fallen und stehen

Sie steht weiterhin in der Statistikspalte unter ‚Siege‘ und soll nun endlich am Sonntag, 1. November, um 13:30 Uhr in der FLYERALARM Arena gegen den VfL Bochum fallen. Die ominöse Null. Denn als einziges Team der 2. Fußball-Bundesliga hat der FC Würzburger Kickers noch keine Partie in dieser Saison gewonnen. Entscheidend dazu beitragen möchte dann auch Fabian Giefer, der die Null hingegen unbedingt halten möchten.
Mit Geschlossenheit zum ersten Sieg
„Unser klares Ziel für Sonntag wird sein, endlich zu punkten. Der Schlüssel wird eine geschlossene Mannschaftsleistung sein. Wir haben in den vergangenen Partien schon gezeigt, dass wir guten Fußball spielen können und auch Top-Teams an den Rand einer Niederlage bringen können. Wir werden auch gegen Bochum wieder einen guten Plan haben“, sagt Fabian Giefer. Der Schlussmann wechselte vor der Saison vom FC Augsburg an den Dallenberg und stand bisher in allen Ligapartien sowie den Pokalduellen gegen den TSV 1860 München (bayerisches Toto-Pokal-Finale) und Hannover 96 (1. Runde DFB-Pokal) über die gesamte Spielzeit zwischen den Pfosten.

Die Null muss stehen und damit fallen

Dabei musste es jedoch stets hinter sich greifen. Daher ist Giefers Wunsch für Sonntag klar: „Es wäre ein gutes Zeichen für mich und die Mannschaft, erstmals zu Null zu spielen. Darüber würden wir uns alle freuen. Wir sind uns sicher, dass es möglich ist. Es wäre dann auch endlich im Ergebnis eine Bestätigung für die gute Arbeit, die wir in den vergangenen Wochen geleistet haben.“ Ein gutes Omen könnte dabei sein, dass Giefer gegen den VfL Bochum noch nie hinter sich greifen musste. Damals noch im Düsseldorfer Trikot blieb der Schlussmann zweimal ohne Gegentor. Damit sich das auch am Sonntag am Dallenberg wiederholt, nimmt der 30-Jährige seine offensiven Vorderleute in die Pflicht. In den vergangenen Spielen fehlten, laut Giefer, nur Nuancen.

Mehr Präsenz und Galligkeit in Tornähe

Zweimal sind die Rothosen seit dem Trainerwechsel vor rund einem Monat in Führung gegangen. „Gegen Fürth und Hamburg haben wir es leider nicht geschafft, den Vorsprung ins Ziel zu bringen. Das ist sehr ärgerlich. Wir uns gegen alle Widerstände stemmen, um den Dreier mitzunehmen und sich für den Aufwand zu belohnen“, moniert FWK-Cheftrainer Marco Antwerpen. Vor allem mangele es seiner Mannschaft an Präsenz und Galligkeit im torgefährlichen Bereich. Es gelte, das Einlaufverhalten in die Box zu verbessern, damit der Gegner zukünftig mehrere Spieler verteidigen müsse.

Das nächste Topteam der Liga

Vor diese Aufgabe wollen die Rothosen nun die Bochumer stellen, die als Tabellenfünfter an den Dallenberg kommen. Bisher gelangen den Westfalen zwei Erfolge und zwei Remis bei nur einer Niederlage. Besonders Simon Zoller mit drei Treffern, Robert Zulj mit deren zwei und Silvere Ganvoula (drei Scorerpunkte) stechen bisher aus der Mannschaft von Thomas Reis heraus. „Bochum ist eine sehr ballsichere Mannschaft mit einer hohen individuellen Qualität im Kader. Das wird wieder ein herausfordernde Aufgabe. Ich traue ihnen zu – wie in den letzten Jahren auch, oben mitzuspielen“, schätzt Antwerpen den Traditionsverein aus dem Ruhrgebiet ein.

Erinnerungen an das letzte Heimspiel gegen den VfL

Verstecken wollen sich die Rothosen aber keineswegs. „Die Stimmung in der Mannschaft ist gut. Wir sind eine eingeschworene Truppe und treten geschlossen auf. Jeder Spieler trägt seinen Teil dazu bei. Punkte würden die Stimmung aber natürlich heben. Aber wir wissen, die aktuelle Situation realistisch einzuschätzen. Als Aufsteiger haben wir bisher nicht – wie erhofft – gepunktet. Dennoch arbeiten wir hart für den Erfolg und werden auch gegen Bochum mit breiter Brust auftreten“, ist Giefer optimistisch trotz aller Widrigkeiten wie dem jüngsten Test-Wirrwarr in Hamburg oder auch der erneuten Geisterspielatmosphäre.

Positiv könnte zudem stimmen, dass die Kickers ihr bisher einziges Duell gegen die Bochumer in der FLYERALARM Arena für sich entscheiden konnten. In der Zweitliga-Saison 2016/17 gelang den Rothosen ein 2:0-Sieg. Auch damals konnte eine Durststrecke beendet werden – es war seinerzeit der erste Zweitliga-Heimsieg seit 38 Jahren!