Aktueller Sachstand zur Wasserversorgung im westlichen Landkreis Würzburg

Weiterhin gilt für die Bewohner des westlichen Landkreises Würzburg das Abkochgebot. Es soll aber so bald wie möglich aufgehoben werden. Dies ist möglich, sobald alle Messungen und Probenahmen in den Gemeinden die erforderlichen Werte haben. Die Ergebnisse der mikrobiologischen Beprobungen werden Mitte der Woche erwartet. Täglich wurden an ca. 50 Entnahmestellen Proben gezogen, die jeweils zwei Tage reifen müssen, um ausgewertet zu werden. Auch die Chlorung der Leitungen muss vorerst aufrechterhalten werden. Um das Abkochgebot aufzuheben, müssen drei aufeinanderfolgende Proben negativ sein. Die letzten Ergebnisse der Proben werden also am Freitag, den 28. September erwartet.

Die Ursache ist nach wie vor noch nicht identifiziert. Es gibt vier Szenarien, die in Frage kommen und derzeit geprüft werden.

In Betracht gezogen werden folgende mögliche Ursachen:

  • Ein Rohrbruch im Zulauf der FWM-Leitung in den Hochbehälter Zellingen in ca. 7 Meter Tiefe
  • Ein Probenahme-Hahn, der inzwischen ausgetauscht wurde (seitdem sind hier die Proben negativ)
  • Eintrag von Enterokokken durch Mücken
  • Eintrag von Schmutz auf der Baustelle am Hochbehälter Zellingen

Bis der Rohrbruch behoben ist, was ca. vier Wochen dauern kann, muss das Trinkwasser zur Sicherheitsvorsorge auf jeden Fall weiter in geringeren Mengen gechlort werden, was ausdrücklich keine gesundheitliche Beeinträchtigung der Bevölkerung zur Folge hat. Auch die mikrobiologischen Beprobungen werden weitergeführt.