Di., 25.07.2023 , 07:52 Uhr

Freiwilligendiensten drohen trotz positiver und bundesweiter Petition massive Kürzungen

Kampagne zur Stärkung der Freiwilligendienste erreicht über 100.000 Unterschriften. Deutliches Zeichen gegen die drastischen Kürzungspläne der Bundesregierung gesetzt. 

Die Kampagne „Freiwilligendienst stärken“ war mit ihrer Petition an den Deutschen Bundestag erfolgreich: Mindestens 100.000 Menschen unterstützen die Forderung nach einer Stärkung der Freiwilligendienste. Damit hat die Petition das notwendige Quorum von 50.000 Unterschriften deutlich übertroffen. Fest steht, dass es im  kommenden Herbst 2023 nun eine Öffentliche Anhörung im Petitionsausschuss des Deutschen Bundestages geben wird.

Der Bayerische Landes-Sportverband e.V. (BLSV) und die Bayerische Sportjugend im BLSV (BSJ) hatten in den vergangenen Wochen auf allen Kanälen zur Beteiligung an der besagten Petition aufgerufen. Dazu der BSJ-Vorsitzende und gleichsam Sprecher aller deutscher Landessportjugenden, Michael Weiß: „Das Ergebnis der Petition setzt ein wichtiges Zeichen für den Stellenwert des Freiwilligendienstes für junge Menschen und für unsere Gesellschaft. Die geplanten Kürzungen der aktuellen Bunderegierung von 78 Millionen Euro hätten drastische Konsequenzen: rund 24 Prozent an Freiwilligendienststellen würde es in Zukunft nicht mehr geben. Das ist in keinster Weise hinnehmbar.“

Für den Sport wäre in den Augen von Michael Weiß genau das Gegenteil dringend notwendig: Freiwilligendienste sollten gestärkt und weiterentwickelt werden. Junge Menschen sollten zudem attraktivere Bedingungen im Freiwilligendienst vorfinden, wie zum Beispiel eine Erhöhung des Taschengeldes, betont der Sprecher der Landessportjugenden in Deutschland.

Stephan Höller, BSJ-Jugendsekretär ergänzt mit Nachdruck: „Deshalb ist und bleibt es wesentlich, dass der organisierte Sport von der Basis heraus für die Freiwilligendienste eintritt. Wir rufen unsere Sportvereine mit bestehendem Freiwilligendienst aktiv auf, an ihre lokalen Mandatsträgerinnen und -träger im Deutschen Bundestag heranzutreten, sie einzuladen und öffentlichkeitswirksam über die Situation und die Chancen der Freiwilligendienste vor Ort zu informieren. So bekommen wir die notwendige politische und öffentliche Wahrnehmung, die wir gerade in der aktuellen haushaltspolitisch beängstigenden Lage im Bund dringend benötigen.“

Für die Petition wurden 29.315 Online-Unterschriften während der 4-Wochen-Frist abgegeben. Bis zum 7. Juli 2023 wurden 62.710 Offline-Unterschriften gemeldet.  Der Petitionsausschuss muss nach dem Erreichen des notwendigen Quorums nun eine Öffentliche Anhörung zur Beratung der Petition „Freiwilligendienst stärken“ ansetzen. Die Anhörung wird nach der Sommerpause des Deutschen Bundestages stattfinden, sodass der frühestmögliche Zeitpunkt der Anhörung im September 2023 wäre.

Die Kampagne „Freiwilligendienst stärken“ wird sich nach dem beeindruckenden und einschlägigen Erfolg der Petition darauf konzentrieren, die angekündigten Kürzungen der Ampel-Bundesregierung zu verhindern. Diese hat mit ihrem Haushaltsentwurf für 2024 eine Einsparung von 78 Millionen auf den Weg gebracht, was rund 24 Prozent aller Bundesmittel für die Jugendfreiwilligendienste und den Bundesfreiwilligendienst entspricht. Die Kürzungen verschlechtern die gesamten Rahmenbedingungen für Freiwillige massiv und bedrohen die Freiwilligendienste in ihrer pädagogischen Qualität, Struktur und Existenz.

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