Eigentlich ist die Festung in Würzburg am Abend immer beleuchtet – seit einigen Wochen wird darauf allerdings verzichtet. Der Grund: Die Energiekrise. Heute Abend wird die Festung aber ausnahmsweise in Grün erstrahlen. Die Stadt Würzburg beteiligt sich damit am Aktionstag „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“.
Über 2.400 Städte weltweit beteiligen sich an dieser Aktion und setzen damit ein Zeichen gegen die Todesstrafe. Am 30. November werden deshalb Wahrzeichen mit der Farbe Grün, der Farbe der Hoffnung, beleuchtet. Warum wurde der 30. November als Aktionstag gewählt? Ganz einfach: Im Jahr 1786 hat die Toskana als erster Staat der Welt die Todesstrafe abgeschafft.
Der Aktionstag findet bereits zum 21. Mal statt und ist eine Initiative der internationalen Gemeinschaft Sant’Egidio, einer christlichen Laienbewegung in rund 70 Ländern der Welt, die sich für Frieden und Gerechtigkeit einsetzt. Gemeinsam mit anderen Gruppierungen hat Sant Egidio nach eigenen Angaben in 145 Ländern der Welt bereits über vier Millionen Unterschriften gegen die Todesstrafe gesammelt.