Um sich mit der weltweiten Aktion „Städte für das Leben – Städte gegen die Todesstrafe“ zu solidarisieren, wird die Festung Marienberg in Würzburg heute mit grünem Licht angestrahlt. Würzburg ist seit knapp 20 Jahren an der Aktion beteiligt – deutschlandweit machen rund 200 Städte mit. Durch die Beleuchtung einer charakteristischen Sehenswürdigkeit symbolisieren sie ihre Solidarität. So wird beispielsweise in Nürnberg eine Säule in der Straße der Menschenrechte angestrahlt – in Bayreuth ist es das Rathaus am Luitpoldplatz.
Weltweit unterstützen die Initiative rund 2.500 Städte: Egal ob das Kolosseum in Rom oder der Rathausturm in Berlin – überall drücken die Menschen ihre Verbundenheit mit der Aktion aus. Die Idee stammt von der italienischen Laiengemeinschaft Sant’Egidio, die den Welttag gegen die Todesstrafe seit dem 30. November 2002 durchführt. Dabei ist das Datum nicht zufällig gewählt: Es ist dem Jahrestag des 30. November 1786 gewidmet, an dem das Großherzogtum Toskana als erster Staat der Welt Todesstrafe und Folter abgeschafft hat.