Bayern in der Coronakrise – Ausgangssperre nicht mehr ausgeschlossen

Bayerns Ministerpräsident hat in seiner heutigen Regierungserklärung erneut an die Bevölkerung appelliert, solidarisch und verantwortungsvoll zu handeln. Die getroffenen staatlichen Maßnahmen sind unbedingt zu beachten. Steigende Coronainfizierte und weitere Todesfälle – die Lage sei sehr ernst. Wenn sich trotzdem viele Menschen nicht aus freien Stücken einschränken, soziale Kontakte vermeiden und Abstand halten, sei eine bayernweite Ausgangssperre die einzig mögliche Konsequenz.
Söder bekräftigt außerdem auch die Aussagen von Bundeskanzlerin Angela Merkel in ihrer gestrigen Ansprache. So sei nun jedermann in der Pflicht, zu einer Eindämmung der Infizierungen beizutragen. Zwar habe Deutschland ein gutes und stabiles Gesundheitssystem – bei zu vielen Coronapatienten kann aber auch dieses an seine Grenzen geraten.
So müssen Treffen unter Freunden, Kindern, Bekannten und vor allem Coronapartys strikt unterbunden werden. Außerdem gilt es, besonders Besuche in Alten- und Pflegeheimen auf ein Minimum einzuschränken, um die dort lebenden Risikopatienten nicht zusätzlich zu gefährden.
Der Ministerpräsident fordert weiterhin dazu auf, keine Hamsterkäufe zu tätigen. Supermärkte bleiben weiterhin geöffnet und somit ist auch die Versorgung mit Lebensmitteln garantiert.
Um im medizinischen Bereich noch leistungsfähiger zu werden, wurde sowohl die Kapazität für Coronatests als auch das Personal aufgestockt. Hier sollen nun Medizinstudenten unterstützen.