Corona-Lockerungen – Söder stellt Exit-Plan vor

Der bayerische Ministerpräsident hat sich heute wieder in einer Pressekonferenz an die Öffentlichkeit gewandt und über geplante Lockerungen informiert. Corona sei mittlerweile unter Kontrolle. Bei aktuell rund 6.400 akut Infizierten bleibe der Schutz der Bevölkerung oberstes Gebot, man nehme aber auch die Freiheit sehr ernst.

Bayern hebt die Ausgangsbeschränkungen auf, dafür gibt es nun eine Kontaktbeschränkung. Es bleibt bei einer Kontaktperson, Gruppenbildungen dürfe es nicht geben. Rausgehen ist ab morgen wieder erlaubt, Familienbesuche auch. Dann werden auch alle Spielplätze in Bayern geöffnet.

Auch Besuche in Altenheimen sind ab dem kommenden Wochenende von einer festen Kontaktperson unter strikten Hygiene- und Schutzmaßnahmen gestattet.

Gaststätten und Hotels dürfen schrittweise wieder öffnen – Außenbereiche von Gaststätten ab dem 18. Mai, Speiselokale mit Innenbereich ab dem 25. Mai, Hotels ab dem 30. Mai. Ab kommendem Montag dürfen auch alle Geschäfte, unabhängig von der Verkaufsfläche, wieder öffnen. Das gilt auch für Kaufhäuser und Malls sowie für Nagelstudios und Kosmetik-Salons.

Die Schulen sollen ab nächster Woche schrittweise für immer mehr Jahrgänge wieder öffnen. Ab 11. Mai dürfen zunächst diejenigen Schüler und Schülerinnen wieder in die Schule, die nächstes Jahr ihren Abschluss machen, genauso wie Viertklässler von Grundschulen. Am 18 Mai folgen weitere Klassen. Bis Pfingsten sollten 50% der Schüler und Schülerinnen wieder in die Schulen gehen, so der Ministerpräsident.

Wann wieder alle Kindergärten und Kitas öffnen dürfen, steht noch nicht fest. Bestimmte Kinderbetreuungseinrichtungen dürfen aber ab kommendem Montag wieder öffnen, z.B. Waldkindergärten und Tagespflegeeinrichtungen mit bis zu fünf Kindern. Außerdem ist die wechselseitige Kinderbetreuung in festen Kleingruppen von bis zu drei Familien gestattet.

Mehr Freiheit bedeute mehr Verantwortung für jeden Einzelnen. Das hat der Ministerpräsident heute betont. Der vorgestellte Fahrplan sei ein „atmender“, je nach Infektionsgeschehen behalte sich die Bayerische Staatsregierung vor, ihn anzupassen. Außerdem solle auch regional unterschiedlich gehandelt werden.