DOSB-Neustart geht nur gemeinsam – Verbändegruppen ziehen an einem Strang

Die vom Deutschen Olympischen Sportbund (DOSB) angekündigten vorgezogenen Neuwahlen im Dezember sollen wieder zur Einheit im organisierten Sport führen. Nach wochenlanger Kritik an Führung und Struktur hatte die DOSB-Ethikkommission diesen Weg empfohlen.

Die Sprecher der drei Verbändegruppen (Spitzensportfachverbände, Landessportbünde und Verbände mit besonderen Aufgaben) begrüßen den Vorschlag einhellig und haben angekündigt, dass sie diesen Weg im engen Schulterschluss aktiv begleiten werden. In einer ersten gemeinsamen Konferenz in Oberhaching bei München hat man sich darauf verständigt, in drei Arbeitsgruppen die wesentlichen Zukunftsaufgaben für den DOSB zu erarbeiten. Mit breiter Beteiligung aus den Reihen der Verbände wird man sich in den nächsten Wochen mit inhaltlichen, strukturellen und personellen Fragestellungen beschäftigen. Bei dem Treffen wurden bereits einige Schwerpunktthemen wie „Sportentwicklung, Internationales, Stärkung des Ehrenamts und des Vereinsmanagements“ identifiziert. In den nächsten drei Monaten wollen sich die Sprecher- und Steuerungsgruppen jeweils monatlich zum Austausch treffen.

„Der Fokus liegt jetzt auf den Herausforderungen, denen sich der gesamte Sport in Deutschland aktuell und in Zukunft ausgesetzt sieht.“

(Ingo Weiss, Vorsitzender der Sprechergruppe der Spitzenverbände).

„In großer Geschlossenheit muss es uns gelingen, den DOSB zukunftsfähig aufzustellen.“

(Jörg Ammon, Vorsitzender der Konferenz der Landessportbünde)

„Oberste Maxime ist, dass wir gemeinsam für den deutschen Sport arbeiten wollen.“

(Dr. Barbara Oettinger, Vorsitzende der Konferenz der VmbA)