Dumm gelaufen: Unfallzeuge beschimpft Autofahrer auf A 3 – Einsatzzentrale der Polizei hört mit

Kleinlangheim, Lkr. Kitzingen. Ein unbeteiligter Zeuge eines Unfalles auf der A 3 hat am Dienstagnachmittag den Verursacher verbal beleidigt – just zu dem Zeitpunkt, als ein Beteiligter in unmittelbarer Nähe den Unfall mit seinem Handy der Polizei meldete. Die Beamten in der Einsatzzentrale konnten live mithören.

Gegen 15:20 Uhr hatte sich auf Höhe der Rastanlage Haidt wegen einer so genannten Wanderbaustelle in Richtung Nürnberg ein Stau gebildet. Ein 31-jähriger Autofahrer, der aus der Rastanlage kam, wollte sich dort in eine Lücke der langsam fahrenden Kolonne auf dem rechten Fahrstreifen einreihen. Einige Meter nach dem Ende des Einfädelungsstreifens erspähte er eine Lücke vor einem stehenden 40-Tonner und fuhr nach links. Er war gerade einmal mit den linken Rädern auf den rechten Fahrstreifen gekommen, als er schon wieder stoppen musste. In diesem Augenblick fuhr der 53-jährige Lasterfahrer an, wollte die Lücke schließen und touchierte den Pkw, der sich in seinem „Toten Winkel“ befand. Der Gesamtschaden an beiden Fahrzeugen, die fahrbereit blieben, beläuft sich auf etwa 5.000 Euro.

Den Unfallhergang hatte ein 70-jähriger Oberfranke beobachtet und sich so sehr darüber aufgeregt, dass er ausstieg und den Autofahrer massiv beschimpfte.

Der unachtsame Pkw-Fahrer kam mit einem Verwarnungsgeld in Höhe von 35 Euro davon. Gegen den aufgebrachten Rentner wurde jedoch ein Ermittlungsverfahren wegen Beleidigung eingeleitet.