Einbruchserie geklärt: mehrere zehntausend Euro Beute

UNTERFRANKEN. Nach monatelangen Ermittlungen konnte die Kripo in enger Zusammenarbeit mit der Staatsanwaltschaft Würzburg nun eine Serie von insgesamt 13 Einbrüchen klären. Zwei Tatverdächtige, darunter auch der 29-jährige Kopf der Einbrecherbande, die immer wieder in wechselnder Besetzung unterwegs war, sitzen inzwischen in Haft. Sie waren im März und Ende April diesen Jahres in Würzburg festgenommen worden. Die Einbrecher hatten es bei ihren Beutezügen meist auf Schmuck und Bargeld abgesehen und entwendeten Diebesgut im Wert von mehreren zehntausend Euro. Der angerichtete Gesamtsachschaden beläuft sich auf fast 17.000 Euro.

Nach den bislang durchgeführten Ermittlungen werfen Kripo und Staatsanwaltschaft dem 29-jährigen Hauptverdächtigen vor, von Februar bis April mit verschiedenen Komplizen sowohl in Mainfranken wie auch in Oberfranken und am Bayerischen Untermain Einbrüche zumeist in Wohnhäuser verübt zu haben. Fünfmal waren die Täter erfolgreich in die ausgesuchten Objekte gelangt. Dabei handelte es sich um drei Wohnhäuser und zwei Einbrüche in ein Schützenhaus. In acht Fällen blieb es beim Versuch und die Männer mussten ohne Beute das Weite suchen.

In den meisten Fällen nutzten die Männer die Dämmerung, um unbemerkt in die Häuser zu gelangen. Im Focus hatten die insgesamt sieben Beschuldigten dabei vor allem wertvollen Schmuck oder Bargeld. Insgesamt fielen den Tatverdächtigen im Alter zwischen 21 und 31 Jahren Schmuck und Bargeld im Gesamtwert von mehr als 80.000 Euro in die Hände. Die Beute wurde aber offenbar gleich an Hehler weitergegeben.

So dürfte ein besonders schadensträchtiger Einbruch, der sich Mitte Februar in Eibelstadt (Lkr. Würzburg) ereignet hat, ebenso auf das Konto der Bande gehen wie weitere Wohnungseinbrüche Anfang März in Margetshöchheim (Lkr. Würzburg) und Goldbach (Lkr. Aschaffenburg). Bei zwei Einbrüchen in das Eibelstadter Schützenhaus erbeuteten die Beschuldigten Bargeld und hochwertige Weine im Wert von 1.200 Euro, der angerichtete Sachschaden war mit mehreren tausend Euro ebenfalls beträchtlich.

Die Täter waren aber bei ihren Einbrüchen nicht in allen Fällen erfolgreich. So blieben sie z. B. in  Hammelburg (Lkr. Bad Kissingen), Zellingen und Marktheidenfeld (Lkr. Main-Spessart), Uettingen und Erlabrunn (Lkr. Würzburg) und im Würzburger Stadtteil Lengfeld ohne Beute. Bei einem Einbruchsversuch im oberfränkischen Strullendorf Ende Februar beobachteten Zeugen einen silbernen VW Golf, mit dem die Bande nach den bisherigen Erkenntnissen immer wieder unterwegs war. Damals waren die Täter geflüchtet, als sie feststellten, dass jemand zuhause war.

Wie bereits berichtet, kontrollierte eine Streife der Würzburger Polizei am 19. April 2014 im Rahmen einer Fahndung nach einem versuchten Einbruch Am Essiggarten den silbernen VW Golf im Würzburger Stadtteil Lengfeld. Die beiden polnischen Insassen, der 29-Jährige und sein 21-jähriger Komplize wurden vorläufig festgenommen. Der Hauptverdächtige hatte am darauffolgenden Tag auf Anordnung der Staatsanwaltschaft Würzburg einen Termin beim Ermittlungsrichter, der schließlich auch Haftbefehl erließ. Bei der anschließenden Wohnungsdurchsuchung entdeckten die Fahnder eine Reihe von Schmuckstücken, die sichergestellt wurden, weil sie aus Einbrüchen stammen dürften. Ein Aufruf in den Medien nach den rechtmäßigen Besitzern blieb aber bislang ohne Erfolg. Der 21-Jährige kam nach Abschluss der kriminalpolizeilichen Maßnahmen wieder auf freien Fuß.

Im Zuge der weiteren Ermittlungen erhärtete sich der Tatverdacht, dass auch ein 26-jähriger Landsmann der beiden an mehreren Einbrüchen beteiligt war. Er wurde wegen früheren Einbrüchen mit Haftbefehl gesucht und Mitte März von der Ochsenfurter Polizei festgenommen und sitzt seitdem in Haft. Außerdem wird gegen einen weiteren gleichaltrigen Landsmann sowie einen 27- und einen 31-Jährigen ermittelt, die ebenfalls bei einigen Taten mit von der Partie gewesen sein sollen. Diesbezüglich dauern die gemeinsamen Ermittlungen von Kripo und Staatsanwaltschaft Würzburg noch an. Einige der Beschuldigten sollen auch in Südbayern an Wohnungseinbrüchen beteiligt gewesen sein. Auch dort werden noch Ermittlungen geführt.