Fechten: Leonie Ebert glänzt bei Heim-Weltcup in Tauberbischofsheim

Florettspezialistin Leonie Ebert aus Würzburg hat mit Rang drei beim Heim-Weltcup in Tauberbischofsheim  eine mehr als überzeugende Leistung abgeliefert. Die 18-jährige schied erst im Halbfinale gegen die Südkoreanerin Jeon Hee Sook nach einem 12:15 aus.  

„Es ist immer etwas besonderes, beim Heim-Weltcup auf dem Podium zu stehen“, meint die Tauberbischofsheimerin kurz nach dem Halbfinalkampf freudestrahlend. „Das war eine knappe Sache gegen die Südkoreanerin. Sie ist mir am Anfang davon gerannt. Ich konnte zwar aufholen und ausgleichen, aber dann war ein wenig die Luft raus. Das konnte sie dann für sich nutzen“, ergänzt sie.

Mit starken Gefechten und viel Nervenstärke hatte sich Leonie Ebert für die Finalrunde des mit 190 Fechterinnen stark besetzten Weltcups qualifiziert. Valentina de Costanzo (Italien) besiegte sich im ersten Kampf in der Ko.-Runde mit 15:14, die Russin Larisa Korobeynikova hatte anschließend mit 11:15 das Nachsehen gegen. Mit Alice Volpi stand der Tauberbischofsheimerin im Achtelfinale die aktuelle Weltranglisten-Zweite gegenüber. Leonie Ebert ließ sich davon wenig beeindrucken, siegte gegen Volpi schlussendlich mit 15:12, stand damit im Viertelfinale. Dort traf sie auf die Elisa Vardaro (Italien), die sie mit einem 15:13-Sieg niederrang. Halbfinalgegnerin  Jeon Hee Sook aus Südkorea beendete dann die Siegesserie von Leonie Ebert, gewann in einem bis zum Schluss offenen Gefecht mit 15:12.

„Ich hatte in diesem Jahr eine gute Vorbereitung auf den Weltcup, bin fokussiert in den Wettkampf hineingegangen. Morgen werden wir alles für ein gutes Team-Ergebnis geben“, so das abschließende Statement der Tauberbischofsheimerin. Mit ihrem dritten Platz in Tauberbischofsheim und Rang drei beim Grand-Prix in Anaheim (USA) vor gut einem Monat marschiert sie inzwischen zielstrebig in Richtung Top Ten der aktuellen Weltrangliste. 

Neben Leonie Ebert hatte lediglich Vereinskameradin Anne Sauer die Hauptrunde erreicht. Sie unterlag allerdings in ihrem Auftaktkampf der Italienerin Elisa Vardaro mit 6:15. „Es gibt halt Tage, da läuft es nicht. Insgesamt waren es viele Kleinigkeiten, die nicht gepasst haben. Und wenn du dann erst mal zurückliegst, ist es schwierig, das wieder aufzuholen“, so die aktuelle Deutsche Meisterin über ihren Wettkampftag. 

Der Gesamtsieg des Weltcups im Damenflorett in Tauberbischofsheim ging an Olympiasiegerin Inna Deriglazova aus Russland, die im Finale Jeon Hee Sook mit 13:12 besiegte.