Freispruch im Würth-Entführungsfall

Der 48-jährige Angeklagte, der vor dreieinhalb Jahren den Milliardärssohn Markus Würth entführt haben soll, wurde am Dienstagmorgen freigesprochen. Damit folgte das Landgericht Gießen dem Antrag der Verteidigung, die einen Freispruch gefordert hatte. Grund dafür ist das Sprachgutachten, das den Angeklagten bislang schwer belastete. Auf diesem sei, Gutachtern zu Folge, der Mann nicht eindeutig identifizierbar. Menschen ähnlicher Herkunft und Biografie könnten genauso sprechen.

Durch Öffentlichkeitsfahndungen, unter anderem durch das TV-Kriminalmagazin „Aktenzeichen XY… ungelöst“ , wollte Anfang des Jahres eine Frau die Stimme des Angeklagten wiedererkannt haben. Daraufhin wurde Nedzad A. festgenommen.

Mit dem heutigen Gerichtsurteil wurde der einzige Tatverdächtige freigesprochen.