Fremdenfeindliche Auseinandersetzung am Marktplatz?

MÜNNERSTADT, LKR. BAD KISSINGEN. Am Mittwochnachmittag ist es am Marktplatz zu einer Auseinandersetzung zwischen einem Anwohner und einer Gruppe junger Männer afrikanischer Herkunft gekommen. Da ein fremdenfeindliches Motiv nicht ausgeschlossen werden kann, übernahm die Kripo Schweinfurt die weiteren Ermittlungen.

Gegen 12.30 Uhr kam es zunächst zu einer verbalen Auseinandersetzung zwischen dem Anwohner und den etwa 18 bis 20 Jahre alten Männern, die sich an der Bushaltestelle am Markplatz aufhielten. Der Anwohner soll mit einem Messer in der Hand auf einen aus der Gruppe zugelaufen sein, der  jedoch zurückweichen konnte und unverletzt blieb.

Die restlichen Gruppenmitglieder sollen daraufhin an einer angrenzenden Baustelle zu verschiedenen Gegenständen gegriffen und den Anwohner aufgefordert haben, das Messer fallen zu lassen. Da er der Aufforderung offenbar nicht nachkam, sollen die Gruppenmitglieder mit den Gegenständen auf ihn eingewirkt und ihn dabei auch am Kopf verletzt haben. Der Leichtverletzte ging daraufhin zurück in seine Wohnung, kehrte jedoch kurze Zeit später mit seinem angeleinten Hund zur Haltestelle zurück.

Als der Bürgermeister vom angrenzenden Rathaus aus auf die Situation aufmerksam wurde, gelang es ihm, beruhigend auf die Kontrahenten einzuwirken. Als die erste Streifenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Kissingen vor Ort eintraf, hatte sich die Situation bereits entspannt. Aufgrund der Kopfverletzung wurde der Anwohner vom Rettungsdienst versorgt und vorsorglich in ein Krankenhaus gebracht.

Was den Anwohner zu seinem aggressiven Verhalten veranlasst hat, muss noch abschließend geklärt werden.