Großer Zulauf beim AWO-Erlebnis-Heimspiel im Kids-Club der FC Würzburger Kickers

Samstag, 13 Uhr, nasskalt, wenig Grad über Null. Kein Wetter, bei dem es lauwarme Fußballfans ins Stadion zieht. Für Ben, Kilian, Elias, Jannis oder Yusuf und Hanna aber ist klar: Heute spielen die Kickers in der 3. Liga zu Hause, hier bei uns in Würzburg: Da wollen sie dabei sein.

Die Lösung für Eltern fußballverrückter Kinder ist einfach und heißt: AWO-Erlebnis-Heimspiel im Kids-Club der FC Würzburger Kickers. Die Kinder sind von 13 bis maximal 17 Uhr betreut und verpflegt und können sich, gemeinsam mit anderen KICKIDS auf der Tribüne das Drittligaspiel anschauen.

Während sich vor dem Spiel draußen auf dem Rasen die Spieler aus Würzburg und Aalen warmlaufen, sind die rund 40 Kinder in der Boxhalle schon längst auf voller Betriebstemperatur. Keine leichte Aufgabe für die fünf AWO-Betreuer Selma Acar, Alexandra Lockl, Laurenz Seubert, Eva Feineis und Lara Pröschl. „So viele wie heute waren es noch nie“, stöhnen die Fünf und passen gut auf, dass sich im Gewusel keiner verletzt und keiner verloren geht. Als sie schließlich große Bleche auf die Tische in der Halle stellen, wird es kurz ruhiger, Pizza und Limo sind erst einmal wichtiger als Fußball, Tischkicker oder Fangen zu spielen.

„Wir haben heute unter anderem insgesamt vier Kindergeburtstage mit jeweils acht bis zehn Kindern da“, erklärt Jessica Haas, bei den Kickers zuständig für den Bereich VIP & Events, den Grund für den großen Zulauf.

„Im Winter ist es gar nicht einfach, Kindergeburtstag zu feiern und wir sind ohnehin Fans“, erklärt Tanja Vornberger, eine Mutter, warum sie das Angebot der Kickers gerne nutzt.

Auf diese Weise erlebt beispielsweise auch der achtjährige Philipp zum ersten Mal ein Fußballspiel live mit. „Bisher kannte ich das nur vom Fernsehen. Das ist hier total cool“, schwärmt er. Nach dem Spiel jubelt er lauthals mit allen anderen mit über den Sieg in der buchstäblich letzten Minute.

Das Spiel ist nicht der einzige Höhepunkt. Zum Heimspielerlebnis gehört auch immer die Begegnung mit einem Spieler dazu – und natürlich die Fotosession mit Maskottchen Kalle.

Diesmal ist der verletzte Verteidiger Hendrik Hansen dran und steht den Kindern Rede und Antwort. Neugierig wollen sie etwa wissen, wie lange er schon Fußball spielt, wie viele rote Karten er schon hat, was er wiegt, ob er Kinder oder Haustiere hat – und ob er eine gute Arschbombe im benachbarten Schwimmbad am Dallenberg hinkriegt.

Nach dem Interview toben sich die Kleinen schließlich noch mal tüchtig aus, bevor das Betreuerquintett alle in Zweierreihen versammelt, noch mal abzählt und schließlich raus auf den Platz führt, zur ebenfalls dazugehörenden kurzen Stadionrunde.

Auch wenn es diesmal schon ganz schön stressig war, „eigentlich ist das AWO-Heimspielerlebnis auch für uns toll und ein schöner Zuverdienst“, verrät Student Laurenz aus dem Betreuerteam. „Erst recht, wenn man selbst auch ein Fan ist.“ Einziger Abstrich während der Partie: Ab und an muss man ein paar Kinder zur Toilette bringen – Mütter und Väter kennen das.