Handball-Bayernliga, Frauen: personelle Probleme in Bergtheim zeigen Wirkung

Nach den zahlreichen Ausfällen mussten die Damen des HSV Bergtheim beim Heimspiel gegen
Ottobeuren auch noch aus beruflichen Gründen auf seinen Motor Anika Schurr verzichten und
es bedurfte in den letzten Spielminuten einer besonderen Energieleistung, die Partie für sich zu
entscheiden. Zwar konnte der HSV mit 3:0 in Führung gehen aber von Anfang an merkte man,
dass die neu formierte Abwehr nicht harmonierte. Unsicherheit zog sich durch die ganze
Mannschaft und so waren auch die Angriffsleistungen mit vielen technischen Fehlern
durchwoben und wenig effektiv.

Die Gäste dagegen zeigten, dass sie eigentlich besser sind als es
der 10. Tabellenplatz vermuten lässt und brachten mit viel Druck im Angriff die Bergtheimer
Defensive von einer Verlegenheit in die andere. Ergebnis war für die Heimsieben ein 14:16
Rückstand zur Halbzeit. Alle aufbauende Worte von Trainer Stephan Dinkel schienen in der Luft
zu verpuffen und schnell lag man mit 5 Toren in Rückstand. Noch einmal versuchte es Dinkel mit
einer defensiveren Einstellung der Deckung und plötzlich lief es besser. Nachdem man bereits
fünf Siebenmeter vergeben hatte, übernahm Martina Gerdes Verantwortung und verwandelte
alle weiteren Strafwürfe. Trotz der nun besseren Einstellung war der Weg zum Ausgleich sehr
mühsam und dauerte bis zur 54. Minute, ehe man den Ausgleich (27:27) hergestellt hatte.

Schließlich war es Anna Renner, die in den letzten Minuten mit ein paar starken Aktionen die
nötigen Tore zum 32:28 Sieg sicherstellte. „Meiner Mannschaft sah man heute an, dass sie durch
die Ausfälle verunsichert war aber mit etwas Glück und Herz gelang, es das Spiel ins positive zu
biegen“ resümierte nach der Partie Trainer Dinkel.