Heimspielauftakt der Rimparer Wölfe gegen den TV Hüttenberg

Der letzte Gegner aus der vergangenen Saison der Wölfe ist nun auch der erste Kontrahent, wenn es im Wolfsrevier endlich wieder heiß her geht. Damals trennte man sich nach einer umkämpften Partie mit 19:19-Unentschieden. Niemand dachte zu diesem Zeitpunkt daran, dass es der Abschluss einer ungewöhnlichen Saison sein sollte. Doch nun geht es endlich wieder los und die Wölfe freuen sich auf das erste Heimspiel der Saison 2020/21.

Aufgrund des vorgegebenen Hygienekonzepts von Seiten der HBL durften die Wölfe nicht gegen Mannschaften aus der dritten Liga testen. Kurzfristig mussten nun Gegner aus der ersten und zweiten Liga gesucht werden. Auch wenn es eher ungewöhnlich ist, dass man gegen einen Gegner testet gegen den man bereits so früh in der Runde spielt, einigte man sich auf ein Testspiel im Sportzentrum Hüttenberg. Die Wölfe fanden gut in die Partie und verpassten es durch ausgelassene Chancen sich etwas abzusetzen. Hüttenberg war arg verletzungsgeplagt und musste mit vielen jungen Spielern agieren. Am Ende sicherte sich das Wolfsrudel einen verdienten 23:28-Erfolg. Für beide Mannschaften war es ein guter Test und beide Teams agierten trotz des frühen Ligaduells mit offenem Visier.

Trainer Frederick Griesbach gab als Saisonziel den Klassenerhalt aus. Aufgrund des personellen Umbruchs in der Mannschaft und der ungewissen Zukunft wegen der Coronapandemie wird die Liga noch härter als sie eh schon war.

Fünf zentrale Säulen verließen im Sommer den Verein

Moritz Lambrecht und Mario Fernandes spielten jahrelang eine tragende Rolle im Spiel des TV Hüttenberg. Die beiden Kreisläufer waren vor allem in der Defensive zentrale Figuren im Spiel der Mittelhessen. Eine zentrale Figur der letzten Jahre war auch Tomas Sklenak. Der Routinier war auch maßgeblich am zwischenzeitlichen Durchmarsch in die erste Liga beteiligt. Mit Björn Zintel und Markus Stegefelt verließen auch zwei der besten Torschützen den Verein. Beide sind nun in der Liqui Moly Handballbundesliga aktiv.

Demgegenüber stehen die Neuzugänge von Stefan Kneer und Ian Weber (beide HSG Wetzlar), Vit Reichl (Dukla Prag/CZE), Ryuga Fujita (HSC Coburg). Hinzu kommen noch fünf Neuzugänge aus der eigenen Jugend rund um den 2.06m großen Kreisläufer Patrick Jockel. Königstrander ist natürlich der ehemalige Nationalspieler Stefan Kneer, der diese junge Truppe von Trainer Frederick Griesbach anführen soll. Im Rückraum konnte Hendrick Schreiber, nach seiner Ausleihe fest verpflichtet werden. Hinzu kommen mit Klein Johannes und Dieudonne Mubenzem zwei wurfstarke Spieler, die für Torgefahr sorgen sollen.

Auf den Außen setzt der TVH auf Erfahrung. Hier bilden Christian Rompf und Tobias Hahn die Flügelzange. Mit Erfahrung geht es auch im Tor weiter. Hier steht der bald 40-jährige Niko Weber zusammen mit Dominik Plaue zwischen den Pfosten. Die beiden Torhüter ergänzen sich sehr gut und spielen hinter der agilen 3:2:1-Abwehrformation eine wichtige Rolle. Zentrale Rollen spielen auch immer die Kreisläufer beim TVH. Moritz Zörb, Neuzugang Veit Reichl und Youngster Patrick Jockel sollen hier die Lücke füllen, die durch die Abgänge von Lambrecht und Fernandes gerissen wurde.

Wölfe wollen ersten Heimerfolg

Es geht endlich wieder los vor heimischer Kulisse. Auch wenn es aktuell nur mit Hygienekonzept möglich ist das Zuschauer kommen, freuen sich die Wölfe über jeden einzelnen Fan, der den Weg in die s.Oliver Arena findet. Seit Wochen wird im Verein daran gearbeitet ein passendes Konzept zu finden, dass auch vom Gesundheitsamt mitgetragen wird. Mittlerweile ist es gelungen zumindest 900 Zuschauern den Zutritt zu ermöglichen. Alle Beteiligten freuen sich darauf endlich wieder Live-Handball sehen zu können.

Es wird ein schweres Spiel gegen einen unangenehmen Gegner, der beim letzten Gastspiel in der s.Oliver Arena einen Punkt entführen konnte. Die Mannschaft, um Kapitän Patrick Schmidt, wird alles dafür tun, dass man das erste Heimspiel der Saison 2020/21 positiv gestalten wird. Spielbeginn ist am Samstag um 19:30 Uhr.