Hitzewelle in Mainfranken: ist genug Wasser im Main ?

Wie das Wasser-und Schifffahrtsamt (WSA) Schweinfurt heute meldet, fließen trotz anhaltender Trockenheit aus den Zuläufen des Mains, Regnitz und Obermain, immer noch ca. 30.000 Liter pro Sekunde den Main hinab. Dank der Staubauwerke kann eine konstante Wasserhöhe im Fluss gehalten werden, so dass Energieerzeugung und Schifffahrt nicht beeinträchtigt sind. Die Entlastung der Autobahnen durch Gütertransport per Schiff und auch die Freizeitgestaltung mit Tagesausflügen auf Schiffen in Würzburg, Volkach, Schweinfurt usw., ist weiterhin uneingeschränkt möglich. Auch für den Verkehr durch die Schleusen im  Main-Donau-Kanal zwischen Bamberg und Kelheim steht bis zu einem Donaupegel von 110 cm Wasser zur Verfügung, hier ist bei einem momentanen Stand von 140 cm noch genügend Puffer. Ebenso kommen die Öllieferungen weiterhin per Schiff in Schweinfurt und Aschaffenburg über den Main. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft wird je nach zulaufender Menge angepasst, im Moment eben reduziert, um den Wasserstand stabil zu halten. Selbstverständlich treibt das Wasser auch bei kleinen Mengen weiter die Turbinen an, da das von oben zulaufende Wasser schließlich weiter den Fluss hinab fließen muss. Wasserentnahmen aus dem Main werden je nach Grenzwert in den Genehmigungen bei Abflusswerten um die 20.000 Liter pro Sekunde eingeschränkt.

Die Niedrigwasserprobleme von Flüssen ohne Stauregelung treten am Main und somit auch für dessen Nutzer und Anwohner nicht auf.