JBBL-Team der s.Oliver Würzburg Akademie muss in die Relegation

Im ungünstigsten Moment hat das Verletzungspech zugeschlagen: Ausgerechnet im Endspiel um Platz drei in der JBBL-Vorrundengruppe 6 knickte David Gerhard schon in ersten Viertel um und war danach zum Zuschauen verurteilt. Damit war nach Ludwig Roth und Kapitän Tarik Tucovic nicht nur der dritte Spieler des älteren Jahrgangs raus: „David ist auch mein bester Verteidiger“, sagte JBBL-Trainer Jan Schroeder nach der 69:81-Niederlage in eigener Halle gegen das Team Südhessen.

Damit haben die Akademiker nach drei Siegen zum Auftakt der kurzen Vorrunde die letzten drei Spiele verloren und werden jetzt alles daran setzen, sich auf dem Umweg über die Relegation noch für die JBBL-Playoffs zu qualifizieren. „Trotzdem muss ich meinen Jungs ein Riesenkompliment machen. Die Art und Weise, wie wir als junge Mannschaft in so einer wichtigen Begegnung nach den Verletzungen aufgetreten sind und uns präsentiert haben, nötigt mir Respekt ab“, so Schroeder: „Wir sind lange im Spiel geblieben, haben physisch dagegen gehalten und hart gespielt. Das macht mich stolz und ist für mich der wichtigste Aspekt bei dieser kurzen Rotation.“

Unter dem Strich waren es Kleinigkeiten, die das Spiel entschieden haben: Die Gäste aus Südhessen agierten im Angriff taktisch ein kleines Stück disziplinierter und hatten in den entscheidenden Situationen auch das nötige Glück, um die Partie für sich zu entscheiden. „Da war auch ein Dreier von ganz weit draußen mit ablaufender Schussuhr dabei, der vielleicht einmal bei hundert Versuchen reingeht. Und bei uns sind die Dreier leider nicht so gefallen, wie man es in so einem Spiel braucht. Am Ende haben dann nach einem intensiven Spiel etwas die Kraft und damit auch die Konzentration gefehlt“, so Schroeder weiter.

Sein Fazit der Vorrunde fällt unter dem Strich trotzdem sehr positiv aus: „Es war eine emotionale Achterbahn für meine Jungs. Wir haben am Limit gespielt und das herausgeholt, was in dieser Situation möglich war. Wenn wir komplett geblieben wären, wäre es wahrscheinlich anders ausgegangen. Wir nehmen viel Erfahrung mit in die Relegation und wollen uns dort einen der ersten beiden Plätze in der Gruppe sichern.“

In der Relegationsgruppe 3 stehen ab dem Wochenende 23./24. November noch die drei Heimspiele gegen die Vorrundengegner aus Bamberg, Mannheim und Speyer auf dem Programm, außerdem geht es in Hin- und Rückspiel gegen Leverkusen, Köln, Mainz und Trier aus der Vorrundengruppe 5.

SOW AKADEMIE – TEAM SÜDHESSEN 69:81 (22:21, 18:21, 19:21, 10:18)

Für Würzburg spielten:

Elijah Ndi 23 Punkte/3 Dreier (16 Rebounds), Dejan Lukac 12, Janka Timoschenko 12, Bennet Stock 7, Max Hanisch 6, Timm Kowal 6, Jonas Zilinskas 3, Paul Nickola, David Gerhard.