Kickers-Heimspiel gegen Preußen Münster steht im Zeichen der Inklusion!

Das Drittliga-Heimspiel des FC Würzburger Kickers in der FLYERALARM Arena gegen den SC Preußen Münster an diesem Samstag, 30. März, 14:00 Uhr, steht ganz im Zeichen der Inklusion. Anlass hierfür ist der für den 21. März ausgerufene Welt-Down-Syndrom Tag. Gemeinsam mit der Agentur für Arbeit Würzburg und den Mainfränkischen Werkstätten wollen die Rothosen bei diesem Mottospieltag ein Zeichen für Menschen mit Handicap setzen.

Neben verschiedenen Aktivitäten wie beispielsweise dem Einlaufen der Profis mit Kindern des Gehörlosen SV Würzburg haben die Mainfränkischen Werkstätten von den Rothosen 20 Freikarten für das Heimspiel am Dallenberg gegen die Münsteraner erhalten. Darüber hinaus fließt dank der Unterstützung von Kickers-Top-Sponsor WEGMANN automotive pro verkaufter Tageskarte ein Euro an den Lebenshilfe Würzburg e.V., der einer der Gesellschafter der Mainfränkischen Werkstätten ist.

„Der Mensch im Mittelpunkt lautet unser Motto“, sagt Dieter Körber, Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten: „Wir möchten jedem Menschen mit Behinderung ermöglichen, dass er ein Leben und Arbeiten in größtmöglicher Selbstständigkeit und Selbstbestimmung führen kann. Denn es gibt vielfältige Talente mit unterschiedlichen Stärken.“

Die Mainfränkischen Werkstätten sind ein Unternehmensverbund mit sieben Hauptstandorten in Mainfranken, bei dem 1.500 Mitarbeiter mit Behinderung angestellt sind. Da rund 40 Prozent der Behinderungen erst im Laufe des Lebens entstehen, ist das Thema Inklusion für jede Person relevant. „Es gibt keinerlei Gewissheit, dass es mich nicht trifft“, betont Körber.

Berufliche Integration von gehandicapten Menschen

Die Agentur für Arbeit Würzburg unterstützt das Anliegen der Kickers und der Mainfränkischen Werkstätten, da die berufliche Integration von gehandicapten Menschen zu ihren originären Aufgaben gehört. „Wir wollen mit diesem Mottospieltag hinsichtlich des Inklusionsgedankens Aufmerksamkeit und Sensibilität in der Öffentlichkeit schaffen – vor allem bei Arbeitgebern“, erklärt Stefan Beil, Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg: „Schwerbehinderung bedeutet zwar in gewisser Weise Beeinträchtigung – dies heißt aber nicht gleich Minderarbeitskraft. Diese Grundbedenken gilt es zu überwinden.“

Bei der Übergabe der Tickets an die Mainfränkischen Werkstätten war Kickers-Kapitän Sebastian Schuppan am Donnerstag persönlich vor Ort: „Ich bin bei diesen Aktionen gerne als Freiwilliger dabei. Es ist klasse, dass der Verein solch wichtige Dinge unterstützt und mit vorantreibt. Der 32-Jährige, der in den vergangenen beiden Jahren auch beim Besuch auf der Station Regenbogen mit dabei war, hatte den Verantwortlichen angeboten, ein Fußballtraining für die Menschen mit einem Handicap abzuhalten.

Diesen Vorschlag nahm Sonja Scheuplein, 1. Vorsitzende des Gesamtwerkstattrates, gerne an. Gleichzeitig bedankte sie sich bei ihm für die Übergabe der Eintrittskarten: „Diesen Tag werden unsere Leute ihr Leben nicht vergessen!“

Nach dem Mottospieltag ist vor der nächsten Aktion: Am kommenden Mittwoch werden zwei FWK-Spieler am Zentrum für Körperbehinderte, einem weiteren Gesellschafter der Mainfränkischen Werkstätten, eine Autogrammstunde geben.

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Hintere Reihe von links: Dieter Körber (Geschäftsführer der Mainfränkischen Werkstätten), Stefan Beil (Leiter der Agentur für Arbeit Würzburg), Klaus Metzger (Mitarbeiter der Mainfränkischen Werkstätten), Philipp Götz (2. Vorsitzender des Gesamtwerkstattrates), Sebastian Schuppan (Kapitän des FC Würzburger Kickers), Roland Hascher (Vertrauensperson Werkstattrat), vorne: Sonja Scheuplein (1. Vorsitzende des Gesamtwerkstattrates).