Krankenstand in Bayern stieg 2017 an

Einer aktuellen Auswertung der DAK-Gesundheit ging hervor, dass die Krankmeldungen im Jahr 2017 in Bayern von 3,4 auf 3,6 Prozent angestiegen sind. Dennoch hatte lediglich Baden-Württemberg mit 3,5 Prozent einen niedrigeren Krankenstand zu verzeichnen. Bundesweit lag der Durchschnitt bei 4,1 Prozent.

Die Erkältungswelle im vergangenen Jahr ließ die Zahl der Fehltage wegen Erkältungen und Bronchitis um 11,6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr steigen.

Hauptursache für Krankmeldungen blieben weiterhin Muskel-Skelett-Beschwerden. Während die psychischen Leiden, wie Depressionen oder Angstzustände, um mehr als 5% gesunken sind, nahmen Atemwegserkrankungen im vergleich zum Vorjahr zu. „Nach dem stetigen Anstieg in den vergangenen zehn Jahren gab es erstmals weniger Krankschreibungen wegen psychischer Leiden“, erklärt Sophie Schwab, Leiterin der Landesvertretung der DAK-Gesundheit Bayern. „Aber in der Langzeitbetrachtung haben sich die Fehltage seit dem Jahr 2000 fast verdoppelt. Deshalb nutzen wir die Möglichkeiten der Digitalisierung, um unsere Versorgungsangebote für den Bereich der seelischen Gesundheit weiter auszubauen.“ Das Programm Veovita der DAK soll Verhaltenstherapien mit Online-Angeboten kombinieren.

Für die Analyse zum Krankenstand wurden bundesweit die Daten von rund 2,5 Millionen erwerbstätigen Versicherten der Krankenkasse DAK-Gesundheit durch das IGES Institut in Berlin ausgewertet.