Baustoffmangel in Unterfranken – Lieferengpässe und Preisexplosionen

Unbekannte Ausmaße

Gespielt wird im neuen Kindergarten St. Johannes in Kitzingen noch nicht. Bis es soweit ist, gibt es noch alle Hände voll zu tun, aber es geht voran. Selbstverständlich ist das momentan nicht, denn seit einigen Monaten hat ein so noch nie dagewesenes Phänomen die gesamte Baubranche fest im Griff: Der Baustoffmangel. Dieser hat sich in kurzer Zeit pandemieartig auf eine Vielzahl an Produkten ausgeweitet. Ob Holz, Stahl oder Dämmmaterialien:
Die Lieferengpässe führten zu massiven Preissteigerungen, bis hin zu Preisverdopplungen. Produkte, die sonst innerhalb weniger Tage ankamen, können nun in vielen Fällen erst in einigen Monaten geliefert werden.

Eine Branche unter Druck

Das führt nicht nur zu Verzögerungen auf den Baustellen, sondern setzt viele Betriebe unter Druck. Diese sind auf das Wohlwesen und das Verständnis der Bauherren für diese unvorhersehbare Situation angewiesen. Doch nicht nur das – Aus den Lieferengpässen folgt auch ein extremer Mehraufwand.

Situation außer Kontrolle

Der organisatorische Mehraufwand geht auch am Architekten des Kinnadergartens nicht vorbei: Reinhold Jäcklein musste seine Pläne für die Baustelle in Kitzingen schon mehrfach über den Haufen werfen. Und jedes Mal müssen alle Folgewerke informiert und umdisponiert werden. Aber nicht nur das. Mittlerweile geht es soweit, dass baustoffe geklaut werden. Ob Stahl, Holz oder Dämmstoffe: Bei diesen Schilderungen könnte man fast meinen, Baustoffe seien das neue Gold.

Positiver Ausblick

Bis die Produktionskapazitäten wieder hochgefahren und die Rückstände aufgeholt sind, wird es wohl noch etwas dauern. Hinzu kommt, dass der Klopapiereffekt mittlerweile auch die Baubranche erreicht hat. Doch Manfred Dallner ist optimistisch, dass sich die Liefer-Situation in einigen Monaten wieder entspannen wird. Bis dahin heißt es für die unterfränkische Baubranche: Durchhalten und weitermachen.  Ganz nach dem Motto: Jo, wir schaffen das.