Bezirksbauerntag in Holzhausen mit Michaela Kaniber

Die Land- und Forstwirtschaft ist in Bayern ein starker Wirtschaftsfaktor: zur Zeit erwirtschaftet sie rund 158 Milliarden Euro Umsatz im Jahr – das sind 14 Prozent aller Umsätze in Bayern! Jeder 7. Arbeitsplatz in Bayern hängt direkt oder indirekt mit der Agrar- und Forstwirtschaft zusammen. (Bayerischer Agrarbericht 2018) Doch die Branche steht vor enormen Herausforderungen, wie beim Bezirksbauerntag in Holzhausen bei Schweinfurt deutlich wurde. Die Ansprüche und Vorschriften aus Politik und Gesellschaft lassen sich mit der heute praktizierten Landwirtschaft häufig nicht in Einklang bringen. Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten, Michaela Kaniber, sagte beim Unterfränkischen Bauerntag: Die Landwirte allein können die Welt nicht retten. Es sei wichtig, dass Politik Rahmenbedingungen schaffe, die den Bauern eine Unterstützung gibt und nicht gegen die Bauernschaft arbeitet. Der BBV-Bezirkspräsident Unterfranken, Stefan Köhler, sagte: „Wir stellen uns den gesellschaftlichen Forderungen bloß wir können diese nicht umsonst liefern.“ Das Volksbegehren zur Artenvielfalt hat die Bauernschaft getroffen. Mit einem neuen Gesellschaftsvertrag soll die Landwirtschaft der Zukunft definiert werden. Da sich Verbraucher und Landwirtschaft immer mehr voneinander entfernen, sind bewusstseinsbildende Maßnahmen und Aufklärung nötig. Dies geschieht zum Beispiel durch Erlebnisbauernhöfe oder Aktionen, wie dem „Tag der Schulmilch“.