Bürgermeisterin Heike Naber steht am Rathaus Niederstetten vor verschlossenen Türen

In Niederstetten im Main-Tauber-Kreis fehlt seit Monaten das Stadtoberhaupt: Bürgermeisterin Heike Naber war seit Mitte Dezember krankgeschrieben, jetzt wollte Sie Ihre Amtsgeschäfte wieder aufnehmen. Doch die Verwaltungschefin stand vor verschlossenen Türen, denn die Schlösser wurden kurzerhand ausgetauscht und alle Mitarbeiter ins Home-Office geschickt. Der Grund: die Bürgermeister-Stellvertreter hatten Bedenken, dass belastendes Material verschwinden könnte und sorgten sich um das Wohl der Verwaltungs-Mitarbeiter.

Heftiger Streit geht über Monate

Seit Monaten schwelt ein Streit in Niederstetten zwischen Bürgermeisterin und Gemeinderat: im Dezember hatte der Gemeinderat einstimmig den Rücktritt der Verwaltungschefin gefordert – auch die Mitarbeiter im Rathaus haben sich mit einem offenen Brief gegen eine weitere Zusammenarbeit mit Heike Naber ausgesprochen. Am Landgericht Ellwangen läuft ein Ermittlungsverfahren gegen sie wegen des Verdachts auf Urkundenfälschung und Falschbeurkundung im Amt, dazu wurden beim Landratsamt Main-Tauber-Kreis schon zwei Dienstaufsichtsbeschwerden eingereicht.