Corona-Studie in Kitas – Würzburger Forscher stellen erste Ergebnisse vor

Wie lassen sich Infektionsketten in Kitas unterbrechen?

Mit dieser Frage haben sich seit sechs Monaten Würzburger Forscher beschäftigt. Im Rahmen der sogenannten Wü-KiTa-CoV-Studie wurden an neun Würzburger Kitas über 600 Kinder und ihre Betreuer regelmäßig getestet. Nun konnten die Forscher erste Ergebnisse vorstellen.

Studie bringt drei Ergebnisse

Die Forscher stellten fest, dass eine kontinuierliche Testung auch von Menschen ohne Symptomen dazu führt, dass Infektionen schneller erkannt und deshalb eher eingedämmt werden. Sie empfehlen deshalb, regelmäßig Tests durchzuführen und nicht erst bei Symptomen.
Die zweite Erkenntnis der Wissenschaftler ist, dass für Test an Kitas am besten ein „Mündspülwassertest“ geeignet ist. Dieser sei bei den Studienteilnehmern deutlich besser als ein Nasenabstrich angenommen worden – auch über einen längeren Zeitraum.
Das dritte Ergebnis, dass sich aus der Studie ablesen lässt, ist, dass Kinder in Kitas keineswegs Pandemietreiber seien. Im Gegenteil, bei 12 festgestellten potentiellen Eintragungen von Corona in eine Kita waren immer Betreuer die Infizierten. Die Forscher fordern deshalb, dass das Personal in Kita schnell geimpft wird.

Folgestudie läuft schon

Im Rahmen der Studie wurden noch weit mahr Daten erhoben, diese erfordern jedoch eine weitere Auswertung und Verifizierung. Seit dem 03. Mai 2021 läuft deshalb eine Folgestudie, die auf der Wü-KiTa-CoV-Studie aufbaut. im Rahmen der neuen Studie soll ebenfalls ein umfassendes Konzept entwickelt werden, dass sich im Herbst auf alle Kitas in Bayern übertragen lassen soll.