Die Gesichter des Corona-Lockdowns – Projekt des Würzburger Fotografen Mario Schmitt

Viele selbständige Kulturschaffende und Unternehmer stellen die Einschränkungen aufgrund der Corona-Pandemie auf eine harte Probe. Doch anstatt den Kopf in den Sand zu stecken, portraitiert der Würzburger Fotograf Mario Schmitt seine Schicksalsgenossen, schenkt ihnen die nötige Aufmerksamkeit und motiviert sie durchzuhalten.

Mario Schmitt ist leidenschaftlicher People- und Reportagefotograf. Sein sonst so voller Kalender ist leer, denn er ist immer dort zu finden, wo viele Menschen zusammenkommen: Hochzeiten, Konzerte, Kongresse. In den Wintermonaten ist er normalerweise im Ausland unterwegs,  um ehrenamtlich für Non-Profit-Organisationen zu arbeiten. Das ist wegen der Corona-Pandemie nicht möglich: „Stattdessen bin ich hier Zuhause in Würzburg und mir ist die Decke auf den Kopf gefallen. Ich hab mir überlegt, was kann ich mit meiner Zeit machen?“

Er plant ein kleines Projekt: zehn Portraits von Menschen in seinem Umfeld, die ebenfalls unter den Corona-Einschränkungen leiden, da sie nicht ihrer beruflichen Tätigkeit nachgehen können, z. B. Künstler, Selbstständige.  „Und die habe ich dann portraitiert, in ihrem gewohnten Arbeitsumfeld“, erzählt Mario Schmitt am Rande des Shootings in einer Tennishalle in Kist (Landkreis Würzburg), wo er einen Tennislehrer portraitiert.

Die Resonanz auf sein Projekt ist riesig, viele Menschen meldeten sich bei Mario Schmitt. Mittlerweile sind fast 100 Protraits zusammengekommen. Mario Schmitt sagt: „Man muss einfach kreativ bleiben und versuchen aus jeder Situation das Beste zu machen. Ich habe jetzt so viele Menschen kennen gelernt, das war für mich auf jeden Fall eine Bereicherung.“

Mehr über den Fotograf Mario Schmitt und sein Projekt finden Sie auf seiner Homepage