Ein Hotel für Bienen – Do it yourself-Anleitung zum Weltbienentag

Bedrohte Tierart Biene

Unseren heimischen Insekten bleibt immer weniger Lebensraum – durch die Erschließung von Ackerflächen, Pestizideinsatz und Versiegelung der Böden. Von den mehr als 560 Wildbienenarten ist die Hälfte vom Aussterben bedroht. Ein Bienenhotel kann daher helfen, das Fehlen natürlicher Nist- und Überwinterungsplätze auszugleichen.

Bienenhotel ganz einfach selbst gemacht

Für unser Bienenhotel benötigen wir drei gleichlange Bretter mit mindestens 10cm Breite, Sperrholz als Rückwand, Bambusstäbe, Aststücke, Holzleim und Pinsel sowie Hammer und Nägel. Die drei Bretter sägen wir auf beiden Seiten in einem Winkel von 30 Grad auf Gehrung. Anschließend positionieren wir sie vor uns auf dem Tisch und ordnen sie so an, dass wir sie verkleben können. Dafür bepinseln wir die Enden der Bretter mit Leim und pressen sie aneinander. Am besten geht das zu zweit, da man am Ende alle drei Ecken aneinanderpressen muss, sodass sich nichts mehr verschiebt. Wenn der Leim dann ausgehärtet ist, kann die Rückwand mit Nägeln befestigt werden. Und dann geht’s schon an die Innenausstattung. Dafür stapeln wir die zugesägten Bambusstäbe in den Rahmen. Die Bambusstäbe dürfen nicht sägerau sein und müssen vom Mark befreit sein, sodass sie hohl sind. Zwischen die Bambusstäbe stecken wir außerdem Aststücke in die wir Löcher gebohrt haben. Diese sollten allerdings nicht größer als 10mm sein. Wenn der Rahmen dann voll mit Holzröhren ist, die sich so verkeilt haben, dass nichts mehr herausfällt, ist das Mehrfamilienhaus bereit zum Einsatz. Das Bienenhotel sollte an einem sonnigen Standort möglichst wettergeschützt aufgestellt werden. Außerdem sollte es ein All-Inclusive Angebot in Form von insektenfreundlichen Blumen und Sträuchern geben.

Die Bienen freut’s

Denn dann legen die Weibchen der Solitärbienen ihre Eier gerne in die Röhren, hinterlassen Nahrung für die später schlüpfenden Larven und verschließen das Loch. In den Kammern entwickelt sich aus dem Ei zuerst eine Larve, die sich später verpuppt. Nach dem überwintern schlüpft aus der Puppe dann eine Biene die im Frühjahr ausschwärmt. Auch wenn durch die Bienenhotels nur wenige der 560 Wildbienenarten angesprochen werden, einen wichtigen Nutzen haben gut gemachte Bienenhotels dennoch. Sie führen an die Thematik heran, sensibilisieren für Insekten und lassen uns das faszinierende Brutgeschehen beobachten.