#Hockdichhi – Geheimsprache und Geschichte aus Frammersbach

Bos hoste gesöht?

Welschen – das ist eine Geheimsprache aus Frammersbach. Wer sie entwickelt hat, das weiß bis heute keiner so ganz genau. Sylvia Ludwig spricht sie noch – beim original Frammersbacher Dialekt versteht unser Rhöner Reporter Christoph aber genau so wenig.

Geschäftige Fuhrmannsleute

Der Markt Frammersbach schaut auf eine reiche Geschichte zurück – im doppelten Wortsinn. Daran haben auch die Fuhrmannsleute ihren Anteil. Rund um das 15. Jahrhundert waren sie von Nürnberg bis Antwerpen für die Fugger auf Achse und transportierten Glas, Tuche und Waffen. A propos: der Spruch „Alles in Butter“ kommt auch aus dieser Zeit, da das wertvolle und zerbrechliche Glas in Butter(fässern) geschützt über die holprigen Straßen gekutscht wurde.

Schneiderei und Bügeleisensteuer

Als sich das Fuhrmannswesen mit wachsender Konkurrenz und fortschreitender Technik nicht mehr so recht lohnte, orientierte man sich in Frammersbach um. Die Schneiderei war angesagt. Aus über 600 Heimschneidereien erblühte bald eine ganze Industrie. Es gab eine Zeit lang sogar eine Bügeleisensteuer in Frammersbach: weil die vielen Bügeleisen in den Heimschneidereien zu viel Strom verbrauchten, musste welcher zugekauft werden. Abgedeckt wurden die Kosten mit einer wohl einzigartigen Steuer.

 

Das und mehr erfährt Christoph Schneider bei #Hockdichhi aus dem Spessart, in Frammersbach.