Lyst Reisen und die Corona-Krise

Die Flotte des Unternehmens Lyst Reisen in Zellingen (Lkr. MSP) umfasst 34 Busse – davon fahren im Moment noch sechs, und das im ÖPNV.

Durch den Wegbruch des Tourismus in Mainfranken fehlt jetzt der Kreuzfahrtveranstalter Viking als Großkunde des Zellinger Bus-Unternehmens. Inhaber und Geschäftsführer Stefan Lyding musste bereits Busfahrer in Kurzarbeit schicken. Zusätzliche Fahrer für die anstehende Saison hat er gar nicht erst angestellt. Und im ÖPNV ist der Fahrplan eingeschränkt – auch hier entgehen Einnahmen. Die Soforthilfe der Staatsregierung hat er beantragt, mit der Hausbank prüft er die Voraussetzungen für einen KfW Kredit.

„Wir werden die Krise überleben, aber was kommt danach?“

Optimismus und Skepsis sprechen gleichermaßen aus den Worten Stefan Lydings. Er meint: „Am Tourismus sparen die Leute in Krisenzeiten zuerst und gönnen sich den Urlaub erst spät nach Überwindung der Krise wieder.“

Busfahrer zeigen Mitmenschlichkeit in der Krise

Die Mitarbeiter, die sich bei Lyst Reisen in Kurzarbeit befinden, haben in einer Anzeige in der örtlichen Presse Hilfe für andere Menschen angeboten. Die positive Resonanz war riesig, so Lyding. Aktuell brauche zwar noch niemand Hilfe, aber die Menschen informierten sich für die Zukunft – denn niemand kann im Moment abschätzen, ob und wann er nicht doch einmal auf die Hilfe seiner Mitmenschen angewiesen ist.