Motiv des Würzburger Messerstechers – Pflichtverteidiger kritisiert Vorgehen der Ermittler

Was war das Motiv des Messerstechers von Würzburg?

Auf diese Frage suchen die Ermittler des Landeskriminalamtes momentan mit Hochdruck nach einer Antwort. Im Raum stehen laut Innenminister Joachim Herrmann eine psychische Erkrankung sowie möglicherweise ein islamistischer Hintergrund als Motiv für die Tat. Unterdessen hat der Pflichtverteidiger des mutmaßlichen Täters Hans-Jochen Schrepfer das Vorgehen der Ermittler kritisiert: In der ausführlichen Pressekonferenz zur Tat am Samstagnachmittag war auch von möglicherweise belastendem Material die Rede, das bei einer Durchsuchung der Unterkunft des Somaliers gefunden wurde. Dieses Material könnte laut Herrmann auf islamistisches Propagandamaterial hindeuten. Davon habe der Pflichtverteidiger bei der vorherigen Haftvorführung jedoch nichts erfahren. Auch die Aussage des Somaliers, die Tat sei sein persönlicher Beitrag zum „Dschihad“, sei im Haftbefehl nicht vorgekommen. Dieses Vorgehen der Ermittler bezeichnete er als fraglich.