Nach Festnahme auf der A3: Spionage-und Terrorverdacht gegen Diplomaten

Er soll Agent des iranischen Geheimdienstes gewesen sein und einen Terroranschlag geplant haben: der 46-jährige Diplomat, der Anfang Juli auf der A3 bei Rohrbrunn festgenommen wurde. Wir berichteten. Mittlerweile laufen gegen den Iraner zwei juristische Verfahren. Zum einen überprüft das Oberlandesgericht Bamberg, ob der Mann nach Belgien ausgeliefert wird. Dort hat die Polizei gegen den Mann einen europäischen Haftbefehl ausgestellt. Denn der Mann soll ein belgisches Ehepaar mit einem Attentat beauftragt haben. Belgische Sicherheitsbehörden haben den geplanten Anschlag jedoch vereitelt, als sie das Ehepaar am 30. Juni auf der Fahrt nach Frankreich festgenommen haben. Zum anderen ermittelt auch die Generalbundesanwaltschaft. Sie wirft dem 46-Jährigen Spionage vor. Der Tatverdächtige war als iranischer Diplomat in Wien akkrediert. Der Mann sitzt nun in Deutschland in Untersuchungshaft.