Staatsaffäre um vermeintlichen Attentäter: Auslieferung von Würzburg nach Brüssel

Im Juni wurde ein iranischer Diplomat an der Raststätte Spessart festgenommen. Er wurde per europäischem Haftbefehl gesucht, weil er Drahtzieher bei einem Terror-Anschlag des iranischen Geheimdienstes auf Exiliraner in Paris gewesen sein soll. Assadollah A. pocht auf seine Unschuld und streitet die Beteiligung an dem ohnehin gescheiterten Anschlag ab. Er besteht auf seine Immunität als Diplomat bei der iranischen Botschaft in Wien. Seit Wochen ringt die Politik um seine Zukunft. Kanzlerin Merkel wurde von mehreren Politikern dazu aufgefordert, dem Druck aus dem Iran den 46-Jährigen freizulassen, nicht nachzugeben. Verantwortlich gemacht für das geplante Attentat wurde bisher ein belgisches Ehepaar. Sie gaben bei einer Befragung an, dass sie Assadollah A. beauftragt und Sprengstoff geliefert hätte. Der Mann wird in den nächsten Tagen von der JVA in Würzburg nach Brüssel verlegt werden.