Stop Racism Würzburg – Mit Babypuppen gegen Vorurteile

Urspung bei Black Lives Matter

Als im Frühsommer 2020 die „Black Lives Matter“-Bewegung auch nach Deutschland kam, fühlten sich auch zwei Würzburgerinnen dazu berufen ihren Beitrag zu leisten. Als Aktivistengruppe „Stop Racism Würzburg“ organisierte das Team rund um Franca Dollner und Miriam Wirth mehrere Demonstrationen. Mehr als 1000 Teilnehmende solidarisierten sich mit der Gruppe und ging gegen Rassismus auf die Straßen.

Pandemie sorgt für Kreativität

Da die Gruppe trotz der Corona-Einschränkungen aktiv bleiben wollte, entschlossen sie sich für eine kreative Idee. Kindergärten im Kreis Würzburg sollen mit Babypuppen ausgestattet werden, die eben nicht wie üblich weiß sind. So sollen sich nicht nur Kinder anderer Hautfarben repräsentiert fühlen, das spielen mit einer schwarzen Puppe soll auch Vorurteilen vorbeugen.

Verankerte Vorurteile

Fest verankert ist zum Beispiel die Vorstellung vieler Kinder, der beige Stift wäre der hautfarbene Stift. Und auch in Kinderbüchern sind People of Colour noch viel zu wenig vertreten. Deshalb soll jeder interessierte Kindergarten jeweils zwei Puppen von „Stop Racism Würzburg“ bekommen. Die Kinder einer Kita in Rottendorf dürfen bereits mit ihren schwarzen Puppen spielen.

Puppen für alle

Das Ziel der Gruppe ist es, in Zukunft Kindergärten in ganz Deutschland mit schwarzen Puppen ausstatten zu können. Um den unterrepräsentierten Kindern zu zeigen „Mit euch stimmt alles, ihr seit gut so wie ihr seid, ihr gehört dazu“.