Waldbrände im Süden Europas – Wie gefährdet ist Unterfranken?

Aktuelle Lage in Unterfranken

Während in der Türkei, in Griechenland und Italien die Wälder immer noch in Flammen stehen, gilt für Bayern am heutigen Montag weitestgehend Waldbrandgefahrenstufe 1 – die Gefahr ist sehr gering, der Wald kann ohne Einschränkungen betreten werden. Hier bei uns in Unterfranken färbt sich die Karte schon etwas dunkler – in weiten Teilen unseres Regierungsbezirks haben wir Waldbrandgefahrenstufe 2 – damit ist die Gefahr immer noch gering. Doch schon die Prognose für den kommenden Freitag zeigt: nur ein paar Tage ohne Niederschlag und die Situation kann sich deutlich verschärfen. Besonders im westlichen Teil von Unterfranken gelten dann die Gefahrenstufen 3 und 4 – mit einer erhöhten und sehr hohen Waldbrandgefahr. Ausschlaggebend dafür sind lange trockene Phasen ohne Niederschlag – weniger die hohen Temperaturen, die mit dem ausbleibenden Regen aber oft einhergehen.

Waldbrände wie im Süden Europas auch hier bei uns?

Unterfranken ist der Regierungsbezirk mit den geringsten Niederschlägen in ganz Bayern und damit auch immer zuerst von hoher oder sehr hohe Waldbrandgefahr betroffen. Dennoch: Brandkatastrophen wie derzeit im Süden Europas können bei uns so nicht entstehen. Unsere Wälder sind kleinteiliger, somit können die Brände hier keine so großen Flächen einnehmen wie es zum Beispiel in Griechenland der Fall ist. Zudem haben wir Mischwälder, die nicht so leicht in Brand geraten wie beispielsweise reine Kiefer- oder Fichtenwälder.

Unterschiedliche Gefährdung in Unterfranken

Innerhalb von Unterfranken sind der Spessart, der Odenwald, die Rhön, der Steigerwald und die Hassberge die Gebiete, in denen es größere Waldflächen gibt und damit auch eine Gefahr für Waldbrände. Insbesondere der Kahlgrund im Landkreis Aschaffenburg weist eine erhöhte Gefährdung auf, da es hier besonders wenig regnet. Dort wird präventiv bereits umgeforstet. Präventiv ist außerdem wichtig: kein Rauch und keine Feuer im Wald, ein vorsichtiges Verhalten seitens der Bevölkerung. Zusätzlich setzt der Katastrophenschutz auf regelmäßige Kontrollflüge über die gefährdeten Gebiete, um Waldbrände im Ernstfall schnell zu erkennen und damit auch schnell handeln zu können.