Wechsel an der Spitze des unterfränkischen Polizeipräsidiums – Kallert geht, Tolle kommt

Zahlreiche Gäste

Zahlreiche Gäste waren am Dienstag nach Veitshöchheim gekommen, um den unterfränkischen Polizeipräsidenten Gerhard Kallert in seinen Ruhestand zu verabschieden. Darunter der Würzburger Bischof Jung, Dr. Schuster vom Zentralrat der Juden aber auch zahlreiche Vertreter der Landes- und Bundespolitik. Auch die bayerische Staatsministerin Judith Gerlach und der Innenminister Joachim Herrmann zählten zu den Gästen. Letzterer blickte in seiner Rede auf die Amtszeit Kallerts zurück, in der sich zuletzt auch der Messerangriff vom 25. Juli ereignet hatte.

Thema Sicherheit

Dass Kallert immer besonderen Wert auf die Sicherheit legte, darin waren sich alle Redner einig. Und dass ihm dies während seiner Amtszeit gelang, zeigt sich auch in den Statistiken. Mit gut 3.600 Straftaten pro 100.000 und einer Aufklärungsquote von über 72% liegt Unterfranken im bayernweiten Vergleich auf den vorderen Plätzen. Doch nicht nur die Zahlen, auch die subjektive Sicherheit der Bürger war Kallert wichtig.

Prävention und Präsenz

Um die subjektive Sicherheit der Bürger zu gewährleisten, setzte Kallert vor allem auf die Präsenz der Polizei. Ob nun mit dem Streifenwagen, Pferd oder auf dem Fahrrad, die Polizei sollte überall unterwegs sein. Aber auch Präventionskampagnen standen auf seiner Agenda. So wurde neben einigen Aktionen zur Drogenprävention erst vor kurzem die Kampagne KopfEntscheidung vorgestellt. Damit will die Polizei auf den Lebensretter Fahrradhelm aufmerksam machen.

Unterfränkischer Nachfolger

Ab dem 1. August wird dann der bisherige Vizepräsident der Bayerischen Bereitschaftspolizei Detlev Tolle das Ruder übernehmen. Der Hammelburger stellte in seiner Rede seinen Werdegang vor, zu seinen Zielen wollte er sich vorerst nicht äußern. Die Begründung: Er wolle sich erst einen Überblick verschaffen und dann neue Ansätze suchen.

Poetischer Abschluss

Am Sonntag ab 0 Uhr ist Tolle dann der neue Präsident der unterfränkischen Polizei und Kallert ist sich sicher, dass es im wahrsten Sinne des Wortes eine „tolle“ Amtszeit sein wird. Dann war es jedoch Zeit sich zu verabschieden und das tat er mit den Worten des Schweinfurter Dichters Friedrich Rückert.