„Wildcampen“ auf legalem Weg – Alternativen zu überfüllten Campingplätzen

Deutschland ist ein Camper-Land

Die Campingbranche erlebt auch in diesem Jahr wieder einen riesigen Ansturm – dementsprechend überfüllt sind daher auch die deutschen Campingplätze. Wer raus ins Grüne und weg von großen Menschenmassen möchte, wird sich auf öffentlichen Campingplätzen leider weniger gut aufgehoben fühlen. Im Jahr 2019 gab es mehr als 35 Mio. Übernachtungen auf deutschen Campingplätzen, im Jahr 2020 waren es knapp 34 Mio.

Wie definiert sich Wildcamping?

Wildcampen umfasst alle Übernachtungen auf Flächen, die dafür nicht offiziell ausgewiesen sind. Dabei ist es egal, ob man sein Zelt auf einer Wiese aufbaut, oder ob man mit dem Auto oder Wohnmobil am Waldrand parkt. Als Ausnahme gilt es jedoch, wenn man in seinem Auto auf einem Parkplatz nächtigt, um beispielsweise auf einer langen Autofahrt die Fahrtüchtigkeit wieder herzustellen.

„Wildcamping“ im rechtlichen Rahmen

Mittlerweile gibt es verschiedene Plattformen im Internet, über die Privatbesitzer ein Stücken Land als Stellplatz für Camper anbieten können. Je nach Bundesland, gelten für das Anbieten eines Stellplatz jedoch unterschiedliche Regeln. Bisher konnten Landbesitzer in Bayern ohne behördliche Genehmigung bis zu drei private Stellplätze anbieten und auf Plattformen wie AlpacaCamping vermieten. Seit dem 1. August ist das im Freistaat jedoch nicht mehr ohne weiteres möglich. Nun muss für jeden angebotenen Stellplatz eine bauliche Genehmigung eingeholt werden – unabhängig von Stellplatzanzahl und Aufenthaltsdauer. Und das kann einerseits ganz schön teuer werden und andererseits mehrere Monate in Anspruch nehmen.