Mehr Freiheiten für Geimpfte – So lautet der Plan von Markus Söder

Die Delta Variante nehme rasant zu, die Zahlen steigen, langsam zwar, aber sie steigen. Das bayerische Kabinett glaubt als Lösung nicht mehr an einen Lockdown. Schließlungen von Handel oder Gastronomie sollen verhindert werden. Ministerpräsident Söder hält es aber für unklug, die Inzidenz als Wert für Entscheidungen aufzugeben. Die Zahl sei wissenschaftlich verankert. Die Krankenhauszahl, also die Belastung, müsse aber auch eine Rolle spielen. Ebenso, wie viele Menschen geimpft sind. Das müsse jetzt wissenschaftlich diskutiert und umgesetzt werden, heißt es von Söder weiter. Außerdem herrsche eine Impfmüdigkeit in Bayern – die Gründe dafür seien vielschichtig. Daher müsse die Impf-Kampagne angepasst werden. Er fordert deshalb niedrigschwellige Impfangebote. Impfungen in Impfzentren ohne Anmeldung, und Zweitimpfungen in Impfzentren, wobei die erste beim Hausarzt gemacht wurde, sind schon gängige Praxis. Im Gespräch sind außerdem Drive-In-Impfungen, Impfungen in der Gastronomie, Jobcentern und in Supermärkten. Eine Impfpflicht soll es aber nicht geben, dafür mehr Freiheiten. Zum Beispiel keine Quarantäne nach Reisen. Ab Herbst auch die Öffnung von Clubs und Nachtgastronomie für zweifach Geimpfte und: die Nicht- Zurechnung von Geimpften für Kultur- und Sportveranstaltungen. Fraglich sei jedoch, ob Tests weiterhin kostenlos bleiben können, wenn alle Menschen ein Impfangebot erhalten hätten.