Messerattacke am Barbarossaplatz

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Schreckliche Bluttat - Kenntnisstand nach ersten Ermittlungen

Bei den Getöteten handelt es sich um drei Frauen, Jahrgang 1939, 1996 und 1972. Von den 15 Verletzten schwebt keine mehr in Lebensgefahr. 

Auch zum Täter wurden weitere Details bekannt: der Täter (24) sei am 6. Mai 2015 eingereist, beim BamF Chemnitz. Seit dem 4. September 2019 war Würzburg für ihn zuständig. Eine radikale Gesinnung konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Die Frage steht im Raum, ob der Mann nicht dauerhaft stationär behandelt werden müssen – er war in psychiatrischer Behandlung und polizeibekannt. So war er im Januar dieses Jahres bereits aufgefallen, als er in seiner Unterkunft mit anderen Personen in einen Streit geriet und daraufhin zu einem Messer griff und dieses bedrohlich in der Hand hielt. Im Juni wurde man ein weiteres Mal auf ihn aufmerksam, als ein Mann ihn im Auto mitnahm und er am gewünschten Ziel nicht aussteigen wollte. Nach dieser Auffälligkeit wurde er in eine Anstalt eingewiesen, nach einem Tag aber wieder entlassen.

 

Bilder vom Tag der Attacke

 
 
 
 

Bildquelle: News5

Fassungslosigkeit, Trauer, Schock

 

Viele Würzburgerinnen und Würzburger zeigen ihre Anteilnahme zu den Geschehnissen von Freitagabend. Viele Menschen können nicht glauben, dass in einer Stadt, wie Würzburg so etwas Schlimmes passieren kann … Ganz Würzburg trauert.

 

Erstmeldung am Freitagabend: Messerangriff beim Würzburger Barbarossaplatz

Am frühen Freitagabend ging ein Mann mit einem Messer auf Menschen los. Dabei wurden drei Personen getötet und 15 verletzt, sechs von ihnen schwer. Es werde nun geprüft, welches Motiv hinter der Tat steckt. Einen Amoklauf oder ein Attentat konnten die Beamten nach derzeitigem Ermittlungsstand nicht bestätigen. Auslöser könnte eine psychische Störung des Täters sein, so die Polizei. Außerdem sei der Mann polizeibekannt gewesen.

Täter gefasst - Innenminister Herrmann in Würzburg

Ein Großaufgebot der Polizei konnte den Mann durch einen Schuss ins Bein stellen und festnehmen, nachdem ihn zuvor mehrere Menschen isoliert und in die Enge getrieben hatten, wie Videos von Augenzeugen zeigten. Laut Polizei gehe für die Bevölkerung keine Gefahr mehr aus. Hinweise auf weitere Täter gebe es laut Polizei nicht. Würzburgs Oberbürgermeister Christian Schuchardt zeigte sich betroffen und sprach den Angehörigen der Opfer sein Mitgefühl aus. Zur Stunde ist Joachim Herrmann, der bayerische Innenminister, zur Sondierung der Lage in Würzburg.

Anteilnahme - Kranzniederlegung und Gedenkgottesdienst

Noch am Freitag Abend kam Bayerns Innenminister Joachim Herrmann nach Würzburg, am Sonntag auch Ministerpräsident Markus Söder. Vor dem Trauergottesdienst im Würzburger Kiliansdom am Sonntag zeigte auch er an der Unglücksstelle seine Anteilnahme für Opfer und Angehörige. Zum Gottesdienst waren neben Söder und Oberbürgermeister Schuchardt auch die Angehörigen der Opfer, Rettungskräfte und Vertreter aus Politik und öffentlichem Leben geladen. Den Gottesdienst hielt Bischof Franz Jung.

Rettungsmedaille für couragierte Bürger

Bei dem Messerangriff am 25. Juni stellten sich einige mutige Bürger dem Angreifer in den Weg. Einer von ihnen ist der asylsuchende Iraner Chia Rabiei - er versuchte, nur mit einem Rucksack bewaffnet, den Somalier zu stoppen. Beim beherzten Eingreifen der Bürger brachten sich diese in Lebensgefahr - dank ihnen konnten womöglich weitere Bluttaten verhindert werden. Markus Söder möchte diesen Helden nun eine Rettungsmedaille übergeben.