Messerattacke in Würzburg – Weitere Details nach Pressekonferenz der Polizei

Nach dem Messerangriff in Würzburg am Freitagabend, hat die Polizei heute Nachmittag weitere Informationen herausgegeben. Im Rahmen einer Pressekonferenz gaben sie unter anderem Angaben zu den Opfern heraus.

Bei den Getöteten handelt es sich um drei Frauen, Jahrgang 1939, 1996 und 1972.

Von den sieben Schwerverletzten sind zwei aus dem Krankenhaus entlassen worden. Eine Frau schwebt noch in Lebensgefahr, alle anderen sind stabil. Alle Verletzten sind Frauen (Jahrgang 1981, 2010, 1994, 1964, 2005 und 1947) und ein elfjähriger Junge. Sie stammen aus der Stadt und dem Großraum Würzburg, sowie nördliches Baden-Württemberg.

Auch zum Täter wurden weitere Details bekannt: der Täter sei am 6. Mai 2015 eingereist, beim BamF Chemnitz. Seit dem 4. September 2019 war Würzburg für ihn zuständig. Eine radikale Gesinnung konnte bisher noch nicht bestätigt werden. Die Frage steht im Raum, ob der Mann nicht dauerhaft stationär behandelt werden müssen – er war in psychiatrischer Behandlung und polizeibekannt. So war er im Januar dieses Jahres bereits aufgefallen, als er in seiner Unterkunft mit anderen Personen in einen Streit geriet und daraufhin zu einem Messer griff und dieses bedrohlich in der Hand hielt. Im Juni wurde man ein weiteres Mal auf ihn aufmerksam, als ein Mann ihn im Auto mitnahm und er am gewünschten Ziel nicht aussteigen wollte. Nach dieser Auffälligkeit wurde er in eine Anstalt eingewiesen, nach einem Tag aber wieder entlassen.

Die Ermittlungen der Polizei dauern noch an, so wurden zum Beispiel zwei Handys am Tatort sichergestellt. Die Nachrichten darauf müssen erst noch übersetzt und ausgewertet werden. Außerdem seien bereits 50 Zeugen vernommen worden. Die Staatsanwaltschaft spricht von einer Amoklage, deshalb sei die Generalstaatsanwaltschaft München in dem Fall federführend.

Derzeit kann ein islamistischer Hintergrund nicht ausgeschlossen werden. Es gibt Hinweise dahingehend, die Ermittlungen dauern an.