Nach Unfall auf A 3: Wind verteilt verlorene Altkleider über zig Kilometer

Marktheidenfeld, Lkr. Main-Spessart; Kist, Lkr. Würzburg. Der starke Wind in der Nacht zum Montag hat nach einem Unfall mit zwei Lastern auf der A 3 bei Marktheidenfeld für Aufregung auf der gesamten Strecke fast bis Würzburg gesorgt. Verletzt wurde niemand. Die beiden 40-Tonner mussten jedoch abgeschleppt werden. Den Schaden schätzt die Autobahnpolizei auf etwa 30.000 Euro.

Gegen 03:00 Uhr war ein 38-jähriger Kraftfahrer aus Nordrhein-Westfalen einen Augenblick unaufmerksam und fuhr kurz nach der Anschlussstelle Marktheidenfeld stark auf einen vorausfahrenden Sattelzug mit ungarischer Zulassung auf. Trotz der erheblichen Schäden an der Zugmaschine des Auffahrers und am Auflieger des 41-jährigen Ungarn gelang es den beiden unverletzt gebliebenen Fahrern ihre Laster auf den Seitenstreifen zu fahren. Jedoch hatte sich ein Großteil der Ladung aus dem beschädigten Anhänger, in dem Säcke voller Altkleider befördert wurden, auf der Fahrbahn verteilt. Der heftige Wind erfasste sofort einen Teil der Klamotten und trug sie in Richtung Osten davon. Mehrere Autofahrer, die – rund 30 Kilometer von der Unfallstelle entfernt – auch noch bei Kist und teilweise auf der Gegenfahrbahn Kleider herumflogen sahen, meldeten sich bei der Polizei.

Während der Aufräumungs- und Reinigungsarbeiten sperrten die Polizeibeamten mit Unterstützung der Autobahnmeisterei Kist die Fahrbahn in Richtung Nürnberg kurzzeitig ab. Ein Stau bildete sich deshalb aber nicht.