Pascal Kamolz verlässt den TSV Abtswind

Der 32-jährige Stürmer geht zum TSV Unterpleichfeld

Kein anderer Spieler hat in den vergangenen fünf Jahren mehr Tore für den TSV Abtswind geschossen als Pascal Kamolz. Wenn es für den Mittelstürmer gut lief, kam er pro Saison auf mehr als zwanzig Treffer. Umso schwerer wiegt der Verlust des 32-jährigen Leistungsträgers und Führungsspielers zur neuen Runde: Kamolz, seit Herbst spielender Co-Trainer, wechselt zum TSV Unterpleichfeld.

„Ich bin damals nach Abtswind gekommen, um in die Bayernliga aufzusteigen“, erklärt Kamolz, der mit der Mannschaft kurz davorsteht, das gesteckte Ziel zu erreichen. „Daher ist jetzt ein guter Zeitpunkt, eine neue Herausforderung anzunehmen.“ Die aktuelle Nummer eins der Torschützenliste, die bislang in 23 Saisonspielen 18 Mal getroffen und 13 Mal vorgelegt hat, bleibt in der Landesliga und übernimmt in Unterpleichfeld – wie schon in Abtswind – die Funktion des Co-Spielertrainers. Für Kamolz hat der Wechsel mehrere Motive: „Unterpleichfeld hat eine junge Mannschaft. Mit dem neuen Trainer Andreas Zehner, ein guter Bekannter von mir, will ich dort etwas aufbauen“, begründet Kamolz seinen Schritt.

Und weiter: „Ich bin in einem Alter, in dem Fußball nicht mehr alles im Leben ist. Das hat mit den kürzeren Fahrten von meinem Wohnort Veitshöchheim nach Unterpleichfeld und zu den Auswärtsspielen zu tun, mit weniger Trainingseinheiten und damit, dass sich bei mir die körperliche Belastung immer deutlicher bemerkbar macht. Mir fehlt für die Bayernliga ein Stück die Motivation.“ Dass den Angreifer die fünfthöchste Liga nicht mehr reizt, hat auch damit zu tun, dass er in Diensten der Würzburger Kickers, des FC Schweinfurt 05 und des Würzburger FV bereits vier Jahre erfolgreich auf dem Niveau gespielt hatte und Bayernliga-Torschützenkönig geworden war. „Ich habe in meiner Laufbahn noch nie so lange für einen Verein gespielt wie für den TSV Abtswind. Das zeigt, wie gut es mir hier gefallen hat“, sagt Kamolz. „Dank der Mitspieler und Fans habe ich mich immer wie zu Hause gefühlt.“

Die Entscheidung des 32-Jährigen, den Klub zu verlassen, stellt den Landesliga-Ersten kurz vor dem Saisonende vor eine neue Situation. „Wir haben lange gedacht, dass Pascal bei uns bleibt, weil unsere Gespräche zunächst positiv verlaufen sind“, sagt Manager Christoph Mix. Trainer Thorsten Götzelmann ergänzt: „Wir verlieren einen herausragenden Spieler, der wesentlich zu unserem Erfolg beigetragen hat. Für das Sturmzentrum benötigen wir jetzt gleich mehrere Verstärkungen.“ Neben Pascal Kamolz stehen auch die Angreifer Peter Mrugalla (SC Mainsondheim) und Daniel Endres (TG Höchberg) als Abgänge fest.