Polizei hat viel zu tun bei den VW- und Audi-Days in Geiselwind

Geiselwind, Lkr. Kitzingen. Gut zu tun hatten die Beamten der Autobahnpolizei und ihre Unterstützungskräfte von der Bereitschaftspolizei, des Würzburger Einsatzzuges und der PI Kitzingen auf den VW- und Audi-Days, die am vergangenen Wochenende auf dem Gelände des Autohofes Strohofer in Geiselwind stattgefunden hatten. Bei sommerlichen Temperaturen und geschätzten 6500 Zuschauern kam es unter anderem zu mehreren Körperverletzungen und Streitigkeiten. Zwei Personen wurden bei Unfällen auf dem Festgelände schwerer verletzt.

Mit Verbrennungen am Oberkörper musste am Freitagabend, kurz nach 21.00 Uhr, ein 24-Jähriger mit dem Rettungshubschrauber in die Klinik transportiert werden. Die Verletzungen hatte er sich zugezogen, als er in einem bereits angezündeten Grill Spiritus schüttete. Einen Tag später – wie bereits berichtet – landete der Rettungshubschrauber erneut auf dem Gelände, nachdem ein 29-Jährger bei einem Sturz aus dem Kofferraum eines fahrenden Auto schwere Kopfverletzungen erlitten hatte.

Am Samstagfrüh, kurz nach Mitternacht, konnten Beamte der Nürnberger Bereitschaftspolizei einen betrunkenen jungen Mann beobachten, wie er gegenüber einer Personengruppe einen Hitlergruß mitsamt dem dazugehörigen unsäglichen Wortlaut skandierte. Er wurde vorläufig festgenommen. Ihn erwarten nun ein Strafverfahren wegen der Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen.

Kurze Zeit später meldete ein Festivalbesucher dem Sicherheitsdienst, dass ihm auf dem Gelände Drogen, in diesem Fall XTC-Tabletten, angeboten worden wären. Bei der anschließenden Kontrolle des alkoholisierten „Dealers“ durch eine Streifenbesatzung der PI Kitzingen, stellte sich heraus, dass 25-Jährige zwar 0.5 Gramm Amphetamin mitführte, es sich bei den im Pseudo-Handel angebotenen Tabletten aber um Minze handelte. Der Angestellte gab gegenüber den Polizeibeamten zu, selber von dem mitgeführten Rauschgift genossen zu haben. Das Ergebnis des Alkotestes: Über zwei Promille. Ein Strafverfahren wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz wurde eingeleitet und der junge Mann des Geländes verwiesen.

Nach einer witzigen Kabbelei, so die Aussage der beiden Beteiligten,  musste am späten Samstagabend eine junge Frau mit einem verletzten Handgelenk ins Krankenhaus Kitzinger Land gebracht werden. Ihr Bekannter, ein 19-Jähriger Schüler, habe ihr im Spaß den Arm verdreht. An einer Strafverfolgung war die 18-Jährige nicht interessiert.

Wie bereits berichtet, hatte ein junger Mann in den frühen Morgenstunden des Sonntag erst einen Pavillon beschädigt und kurze Zeit später einen 31-Jährigen gewürgt, der ihn daran hindern wollte, betrunken Auto zu fahren.

Ebenfalls am Sonntagmorgen wurde ein 20-Jähriger gegen 02.30 Uhr von zwei anderen Besuchern zu Boden gestoßen und erlitt dabei Schürfwunden am Ellenbogen. Eine Anzeige wegen Körperverletzung wurde aufgenommen. Alle drei Beteiligten waren mit deutlich mehr als einem Promille aufeinandergetroffen.

Gegen 04.00 Uhr, ebenfalls am Sonntagmorgen, gerieten dann zwei junge Männer auf dem Weg zu ihrem jeweiligen Zelt aneinander. Beide hatten ebenfalls deutlich dem Alkohol zugesprochen und konnten gegenüber den Polizisten nicht mehr angeben, wer angefangen hatte. Beide werden nun wegen Körperverletzung angezeigt.