Pro-B: Overtime-Krimi endet für Würzburg mit knapper Niederlage

Die TG s.Oliver Würzburg muss sich den Iserlohn Kangaroos auswärts erst nach Verlängerung mit 76:77 (24:27, 64:64) geschlagen geben.

Am Ende fehlte vor allem das notwendige Quäntchen Glück: Drei Tage nach der Niederlage bei den GIESSEN 46ers Rackelos musste sich die TG s.Oliver Würzburg auch bei den Iserlohn Kangaroos geschlagen geben – dieses Mal allerdings erst nach einer hart umkämpften Partie und nach Verlängerung. Iserlohn setzte sich nach 45 Minuten denkbar knapp mit 77:76 (27:24, 64:64) durch und bleibt zusammen mit den EN Baskets Schwelm und den Dragons Rhöndorf ungeschlagen an der Tabellenspitze der ProB Süd. „Wir haben gekämpft bis zum Schluss und alles gegeben. Das Spiel hätte auch anders herum ausgehen können“, sagte TG-Topscorer Miles Jackson-Cartwright, der trotz einer Knöchelverletzung 38 Minuten spielte und 24 Punkte erzielte.

Dass das Farmteam von s.Oliver Würzburg ohne die beiden großen Jungs Jonas Weitzel und Dejan Kovacevic beim Tabellendritten antrat, fiel in einer spannenden und abwechslungsreichen Partie so gut wie gar nicht auf: Von Anfang an hielten die acht Unterfranken voll dagegen und machten durch intensive Verteidigung den Kängurus das Leben schwer. Im Verlauf des Spiels konnte sich keine Mannschaft zweistellig absetzen, und die Gäste konnten mehrmals einen Rückstand von acht oder neun Punkten egalisieren. „Die Jungs haben extrem hart gearbeitet, am Ende haben nur ein paar Kleinigkeiten den Unterschied ausgemacht. Man schafft es nie, einhundert Prozent perfekt zu spielen. Ich habe den Jungs nach dem Spiel gesagt, dass sie 90 Prozent perfekt gespielt haben“, sagte TG-Coach Liam Flynn: „91 Prozent hätten für den Sieg bei einem starken Gegner der nicht ohne Grund noch ungeschlagen ist, ausgereicht. Es war eine starke Leistung und eine sehr gute Erfahrung für unsere jungen Spieler.“

Kurz vor dem Ende der regulären Spielzeit hatte Tim Leonhardt die Chance, beim Spielstand von 62:64 aus Sicht der Gastgeber den Deckel drauf zu machen – sein Dreierversuch ging leider daneben. Im Gegenzug setzte sich Donte Nicholas am Korb durch und traf zum 64:64 und damit zur Verlängerung. Erst in der vierten Minute der Extra-Zeit gingen die Hausherren durch zwei Korbleger mit 75:71 in Führung, während auf Würzburger Seite in dieser Phase nur einer von vier Freiwürfen sein Ziel fand. Wenige Sekunden vor dem Ende erhöhte Nikita Khartchenkov von der Freiwurflinie auf 77:73, so dass der letzte erfolgreiche Dreier von Tim Leonhardt zum Endstand nur noch Ergebniskosmetik bedeutete.

Weiter geht es für die TG s.Oliver Würzburg mit einem Heimspiel am kommenden Sonntag um 18 Uhr: Dann ist mit dem Tabellenzweiten EN Baskets Schwelm das nächste ungeschlagene Team in der TGW-Feggrube zu Gast.

Iserlohn Kangaroos – TG s.Oliver Würzburg 77:76 (14:8, 13:16, 22:21, 15:19, 13:12)

Für Würzburg spielten:
Miles Jackson-Cartwright 24 Punkte/2 Dreier, (6 Rebounds), Tim Leonhardt 17/2, Julian Albus 12/2 (6 Rebounds),  Philipp Hadenfeldt 10/2 (6 Assists), Marc Kunz 7/1, Tilman Buschbeck 4, Tobias Weigl 2 (5 Assists), Jakob Jeßberger.

Top-Performer Iserlohn:
Khartchenkov 15/2, Fritze 14/1, Nicholas 14/1 (7 Rebounds/5 Assists), de Oliveira 13, Scott 7 (8 Rebounds).