Renitenter Patient hält Beamte in Atem

Bad Brückenau – Am Samstag, den 05.01.2019 meldete sich zunächst ein Klinikarzt bei hiesiger Dienststelle und bat im Rahmen der Amtshilfe um Unterstützung bei der Verlegung eines Patienten. Aus diesem Grund machte sich eine Streifenwagenbesatzung der Polizeiinspektion Bad Brückenau  auf den Weg um Hilfe zu leisten. Jedoch gelang es dem Patienten, noch vor dem Eintreffen der Polizeibeamten, sich der Obhut des diensthabenden Arztes zu entziehen, indem er die Klinik durch eine Notausgangstür fluchtartig, in unbekannte Richtung verließ.

Nach Einleitung der entsprechenden polizeilichen Suchmaßnahmen vor Ort, erreichten die Dienststelle wenig später telefonisch zwei Notrufe. Ein Unbekannter soll vor Kurzem mittels eines großen Steins und einer handelsüblichen Vase die Fensterscheiben zweier Wohnhäuser eingeschlagenen haben und sei nun auf der Flucht. Es entstand hierbei jeweils ein Sachschaden von ca. 500 €.

Nach Hinzuziehung weiterer Unterstützungskräfte, konnte schließlich durch eine Streife der Polizeiinspektion Bad Brückenau, im Rahmen der Fahndung, ein männlicher Tatverdächtiger in amtlichen Gerwahrsam genommen werden. Wie sich nach Prüfung herausstellte, handelte es sich hierbei um den zuvor aus der Klinik geflüchteten Patienten. Da sich der Patient beim Einschlagen der Fenster diverse oberflächige Wunden zugefügt hatte, sollte dieser zunächst im unweit gelegenen Krankenhaus Bad Brückenau erstversorgt werden, um dann im Anschluss eine weitergehende fachmedizinische Behandlung im Bezirkskrankenhaus fortzuführen.

Während der Fahrt im Streifenwagen zog dieser dann jedoch blitzartig seine beiden Füße an und trat sogleich ohne jegliche Vorwarnung mit aller Kraft, grundlos und wiederholt, gegen den Hinterkopf des fahrenden Polizeibeamten. Da sich der Patient auch im weiteren Verlauf in keinster Weise beruhigen ließ, musste eine Gefahrenbremsung auf offener Straße eingeleitet werden, um das Verunfallen des Dienst-PKWs zu verhindern. Nach wie vor trat der Patient dabei auf den Fahrer und jetzt auch auf den neben ihm sitzenden Polizeibeamten im Streifenwagen ein und versuchte, durch massive körperliche Gegenwehr den weiteren Transport zu verhindern. Erst durch Hinzuziehen einer weiteren Steifenwagenbesatzung, gelang es den Patienten erneut zu fixieren und die Situation zu beruhigen, damit die weitere medizinische Behandlung in die Wege geleitet werden konnte. Den Patienten erwarten nun diverse Strafanzeigen u.a. wegen Widerstand gegen

Vollstreckungsbeamte, Körperverletzung, sowie Sachbeschädigung. Durch die Tritte im Streifenwagen wurden beide Polizeibeamte leicht durch Prellungen im Oberkörper/Halsbereich verletzt und mussten sich in ambulante medizinische Behandlung begeben. Die Staatsanwaltschaft in Schweinfurt wurde noch in den späten Abendstunden von dem Vorfall in Kenntnis gesetzt und ordnete eine Blutentnahme bei dem Patienten an.