Residenzlauf wird nochmals verschoben – erneut Ersatzaktion für KITAs und Schulklassen

Es mag angesichts frisch verkündeter weiterer Lockerungen in Bayern unerwartet sein, aber die für den 17. Oktober geplante 32. Auflage des Würzburger Residenzlaufs muss ein weiteres Mal abgesagt werden. „Wir hatten uns den 1. September als letztmöglichen Entscheidungstermin gesetzt und gehofft, dass bis dahin mehr Klarheit und Sicherheit herrscht, auf deren Basis wir zumindest eine abgespeckte Form des Residenzlaufs hätten organisieren können. Die Lage für Laufveranstaltungen bleibt auch für die kommenden Monaten noch zu vage geregelt“, begründet Organisationsleiter Reinhard Peter die Entscheidung. Ersatzweise gibt es ein zweites Mal im Herbst eine Sonderaktion für Schulen und Kindergärten sowie für „virtuelle“ Läuferinnen und Läufer wie schon 2020.

Für den 17. Oktober war geplant, u.a. mit Intervallstarts und mehreren Rennen über die gleiche Distanz die Läuferfelder zu reduzieren und dennoch über den Tag verteilt einigen Tausend Teilnehmerinnen und Teilnehmern einen Start zu ermöglichen. Leider konnte z.B. keine Klarheit erzielt werden, wie mit Zuschauerinnen und Zuschauern am Residenzplatz wie auch entlang der Straßen hinsichtlich der momentan gültigen und möglicherweise sich auch wieder verschärfenden Vorgaben der bayerischen Infektionsschutzverordnungen zu verfahren ist. Noch dazu, weil der Platz ja auch als öffentliche Fläche für den Zugang zur Residenz und dem Hofgarten fungieren muss. „Wir können daher mit keinen Separierungen, Zählungen, Kontrollen oder Mindestabständen arbeiten – selbst wenn nunmehr zumindest im Freien die Maskenpflicht fällt. Die Fülle der Fragezeichen lässt uns keine andere Wahl, wollen wir die trotz Coronakrise gesunde Struktur unserer Non-Profit-Organisation nicht gefährden“ so Peter. „Wir müssten jetzt ab 1. September voll in die Investitionen gehen, von denen vieles verloren wäre, wenn wir kurz zuvor zu einer Absage gezwungen würden bzw. die Teilnehmerzahlen so reduziert werden müssten, dass es ein großes Drauflegegeschäft werden würde.“

Dazu kommt, dass natürlich auch eine Version 2021 nur in Teilen was mit dem Residenzlauf-Feeling früherer Jahre gemein gehabt hätte. Reduzierte Starterfelder, keine Kindergarten- und Schulläufe, ein sehr eingeschränktes Familien- und Gastroprogramm auf dem Residenzplatz. „Tatsächlich haben wir auch damit gerungen, ob wir nach diesen Pandemie-Monaten eine Veranstaltung so abspecken müssten, dass gerade wieder die Kinder und Jugendlichen vielleicht das größte Nachsehen haben. Deshalb gehen wir nun hoffentlich mit voller Kraft auf den Termin am 1. Mai 2022“ blickt der Organisationsleiter nach vorne. Für die bereits angemeldeten Starterinnen und Starter beim Residenzlauf bleibt weiterhin die Möglichkeit, ihre Anmeldung für 2022 aufrecht zu erhalten oder zu stornieren und ihre Startgebühr erstattet zu bekommen.

Ein Trostpflaster bleibt: die bereits 2020 so erfolgreiche Idee einer Sonderaktion für Kinder und Jugendliche wird nochmals aufgelegt. KITAs und Schulklassen wird im Zeitraum Mitte Oktober bis Mitte November 2021 ermöglicht, ihren eigenen Residenzlauf im Rahmen des Sportunterrichtes bzw. der Outdoor-Aktivitäten auf die Beine zu stellen. Im vergangenen Jahr konnten so rund 2500 Teilnehmerinnen und Teilnehmer gewonnen werden. Ab ca. 20. September bis Ende Oktober wird man sich dafür anmelden können, die Ausgabe der Shirts erfolgt ab ca. 10. Oktober. Und auch Einzelstarter können sich für ihren virtuellen Residenzlauf wieder ein Jahresshirt sichern. Alle Informationen dazu werden die Veranstalter ab Ende September bekannt geben.