Rimparer Wölfe am Sonntag zuhause gegen Dormagen – Zweitliga-Heimauftakt

In der 2. Handball-Bundesliga absolvieren die Rimparer Wölfe am Sonntag um 17 Uhr das erste Heimspiel in dieser Saison. Auf Ihrer Homepage haben die Wölfe folgenden Vorbericht veröffentlicht:
Vorbericht TSV Bayer Dormagen

Mit Spannung wurde der erste Spieltag der neuen Zweitliga-Saison erwartet. Welche Teams würden sich wo einordnen? Wie starten die Absteiger aus der Bundesliga? Werden die Aufsteiger sich direkt einige Punkte sichern können? Wer wird der erste Tabellenführer? Und bei der letzten Frage hätte man mit Sicherheit Topteams wie etwa den VfL Gummersbach, Lübeck-Schwartau oder den ASV Hamm Westfalen erwartet. Doch es kam natürlich anders, als alle dachten. Durch einen überzeugenden Heimsieg mit 35:25 stand am ersten Spieltag der TSV Bayer Dormagen auf dem Platz an der Sonne. Dass die Wiesel aus Dormagen sehr heimstark sind und man dort auch Mal unter die Räder kommen kann, mussten unsere Wölfe in der letzten Saison ebenfalls schmerzlich erfahren. Auch in diesem Jahr zeigt Dormagen von Beginn an, dass mit ihnen zu rechnen ist und dass man sich auch im zweiten Jahr nach dem Aufstieg in Richtung Mittelfeld der Tabelle orientieren möchte.

Eigene Jugend als stabiler Unterbau

Dass der TSV Bayer Dormagen ein gutes Sprungbrett für junge Spieler sein kann, ist deutschlandweit bekannt. Nach der letzten Saison, in der die junge Mannschaft des TSV frühzeitig den Klassenerhalt feiern durfte, verließen Lukas Stutzke und Tim Wieling den Verein in Richtung erste Liga. Stutzke wechselte zum Bergischen HC, wo er bereits im letzten Jahr per Doppelspielrecht aktiv war. Tim Wieling zieht es, nach einer überragenden Saison als bester Torschütze der Wiesel, zum TVB Stuttgart. Auffällig ist, dass Dormagen auch nach der vergangenen Saison vier neue Spieler aus der A-Jugend in den Profikader hochgezogen hat. Überhaupt stehen mit Torhüter Sven Bartmann und Thomas Heider nur zwei Spieler im Kader, die bereits älter als 30 Jahre sind. Eben diese beiden Akteure sollen mit all ihrer Routine der Mannschaft Sicherheit geben und vor allem die Defensive stabilisieren. Für den abgewanderten Rückraumrechts, Daniel Eggert, kam Andre Meuser aus Rostock, der mit seinem Team erst in den Relegationsspielen um den Aufstieg gescheitert war. Ein weiterer Spieler aus der eigenen Jugend kam vor dieser Saison wieder zurück nach Dormagen. Pascal Noll soll nach seiner Zeit in Saarlouis wieder für Torgefahr über Linksaußen sorgen. Der Rückraum des TSV ist allgemein sehr breit aufgestellt. Eloy Morante Maldonado war in diesem Sommer bei der Europameisterschaft mit der Juniorennationalmannschaft aktiv und soll in diesem Jahr noch mehr Verantwortung bei den Wieseln übernehmen. Besonders gefährlich ist auch der Kreisläufer Carl Löfström, der seit der vergangenen Saison in Dormagen aktiv ist. Alles in allem hat Trainer Dusko Bilanovic eine sehr junge Mannschaft mit unheimlich viel Potenzial zur Verfügung. Bereits in der letzten Saison, als er das Traineramt von Uli Kriebel übernommen hatte, war zu erkennen, welche Art Handball in Dormagen gespielt werden soll: Beim TSV geht es nur mit 100% Einsatz sowie Leidenschaft und dann kann dieses Team jedem Gegner gefährlich werden.

Erstes Heimspiel für die Wölfe

Nach den fast schon traditionellen Auswärtsspielen zum Saisonstart brennen die Wölfe auf das erste Heimspiel vor den eigenen Fans. Man wollte trotz des knackigen Auftaktprogramms gut in die Saison starten und hat dies mit drei Punkten aus den ersten beiden Spielen durchaus geschafft. Gerade das Unentschieden zum Auftakt gegen den Favoriten aus Nettelstedt wird auf jeden Fall als gewonnener Punkt einzuordnen sein. Auch die letztlich glücklichen zwei Punkte aus Krefeld taten der Mannschaft sehr gut. Es gilt jetzt weiterhin konzentriert zu arbeiten und den Schwung aus den ersten Spielen mitzunehmen. In der vergangenen Saison hat man zu Hause dem TSV Bayer Dormagen keine Chance gelassen, aber kam zum Ende der Rückrunde in fremder Halle mehr als deutlich unter die Räder. Dieser Tag war für die gesamte Mannschaft ein Tag zum Vergessen und es setzte eine derbe 28:16-Klatsche. Alleine diese Erinnerung wird genug Brisanz in das erste Spiel vor heimischem Publikum im Wolfsrevier bringen, da die Wölfe so ein Ergebnis nicht auf sich sitzen lassen wollen. Es gilt das Tempospiel des Gegners zu unterbinden und aus einer stabilen Abwehr selbst in den Gegenstoß zu kommen. Zusammen mit den Fans will die Mannschaft von Neu-Trainer Ceven Klatt alles reinwerfen und die zwei Punkte zu Hause behalten. Die erste Kostprobe von Ceven Klatt in der Vorbereitung gegen den TV Großwallstadt war bereits erfolgreich und wir wünschen ihm und der Mannschaft, dass dies auch in der Liga der Fall sein wird. Also, gebt Gas, seid laut und unterstützt die Wölfe auf der Jagd nach den ersten Heimpunkten der Saison!