Rimparer Wölfe empfangen Überraschungsteam vom Dessau-Roßlauer HV

Überraschungsteam der Saison vom Dessau-Roßlauer HV kommt ins Wolfsrevier

AUFSTEIGER GRÜSST AUS DER SPITZENGRUPPE

Mit dem Saisonziel Klassenerhalt ging der Dessau-Roßlauer HV in diese Spielzeit. Als Aufsteiger ist dies mit Sicherheit kein verwunderliches Vorgehen. Doch mit einer solchen Leistungsexplosion hatten wohl selbst die Verantwortlichen des Vereins nicht gerechnet. Denn zwischenzeitlich fand man sich sogar an der Tabellenspitze wieder. Am Sonntag um 17 Uhr ist Anpfiff im Wolfsrevier.

Mit Uwe Jungandreas verfügt Dessau über einen Trainerroutinier, der die Liga kennt wie kaum ein anderer Trainer. Bereits zum sechsten Mal ist er in seiner Karriere mit einer Mannschaft aufgestiegen. Auch nach drei Jahren in der zweiten Liga und dem folgenden Abstieg blieb der gebürtige Altenburger an Bord und wird auch in diesem Jahr alles daran setzen, dass sein Team in der Liga bleiben wird.

Der Saisonstart der Blau-Weißen hatte gleich einige Überraschungen parat. Zum Auftakt gab es einen 21:24 Erfolg in Dormagen. Diesem Sieg ließ man einen weiteren im Heimspiel gegen den VfL Lübeck-Schwartau folgen, ehe es in Konstanz die erste Saisonniederlage gab. Darauf folgten drei Siege in Folge mit jeweils einem Tor Unterschied. Zu Hause schlug man Fürstenfeldbruck 25:24, beim Spitzenteam in Hamm gewann man furios mit 26:27 und erneut zu Hause schlug man den TV Großwallstadt mit 29:28. Nach einer Niederlage in Emsdetten und einem Heimsieg gegen den Wilhelmshavener HV musste man sich im Spitzenspiel um die Tabellenspitze gegen den VfL Gummersbach 34:26 geschlagen geben.

Dessau hat es geschafft sich ein Momentum zu kreieren und den Schwung immer weiter mitzunehmen. Ähnlich wie die Wölfe in der vergangenen Saison steht man nun in der Spitzengruppe der Tabelle und versucht dort so lange wie möglich zu bleiben. Profitiert hat der DRHV davon, dass man bisher noch nicht von einer Spielverlegung in Folge von Corona betroffen war und so einen geregelten Ligaalltag hatte.

Dessau-Roßlauer HV mit einem jungen Team

Bei den Neuzugängen gab es im Vergleich zu den letzten Jahren kaum Überraschungen. Es wurden wieder Talente verpflichtet, die sich in Dessau entwickeln können und sollen. Vom HBW Balingen-Weilstetten kam Torhüter Julian Malek, der mit Stammtorwart Philip Ambrosius das Torhütergespann bildet. Yannick Danneberg vom SC Magdeburg ist auf Halblinks zu Hause und Oliver Seidler vom SC DHfK Leipzig kommt für den Kreis.

Der Top-Neuzugang ist auf der rechten Rückraumposition zu finden. Max Emanuel kommt vom Ligakonkurrenten aus Bietigheim. Der 26-jährige hat seine Wurzeln bei Concordia Delitzsch und dem SC DHfK Leipzig und kehrt mit diesem Wechsel wieder näher Richtung Heimat zurück. Der 1,89 m große Linkshänder kann auch auf eine erfolgreiche Zeit in den U-Nationalmannschaften zurückblicken und wurde dort unter anderem 2014 Handballeuropameister.

Neben den altbekannten Stützen im Team, wie Ambrosius, Scheithauer und Sohmann, tut sich in diesem Jahr vor Allem Linksaußen Jakub Hrstka hervor. Der Linksaußen, der 2019 bereits von Tatran Presov kam, liegt aktuell mit 58 Treffern auf Platz 1 der Torschützenliste. Auch Rückraumlinks Timo Löser trumpft in dieser Saison als Torschütze auf. Einen herben Verlust musste der DRHV bereits in dieser Saison einstecken, da Kreisläufer Libor Hanisch mit einem Kreuzbandriss lange ausfallen wird.

Wölfe wollen zu Hause punkten

Erneut werden die Rimparer Wölfe in einer englischen Woche von einer Spielabsage getroffen. Die Vorbereitungen auf das Spiel gegen den VfL Gummersbach verliefen ins Leere. Doch es bietet sich die Chance, sich postwendend auf das nächste Spiel zu fokussieren. Der Dessau-Roßlauer HV kommt als Tabellenzweiter ins Wolfsrevier.

Nach den zwei bitteren Niederlagen im hohen Norden gegen den VfL Lübeck-Schwartau und den Wilhelmshavener HV ist es nun wieder Zeit in eigener Halle ein Spiel zu bestreiten. Die Gäste aus Dessau sind bekannt für ihr leidenschaftliches sowie zielstrebiges Spiel. Es gilt für die Wölfe dagegen zu halten und alles aus sich rauszuholen. Denn die unangenehm zu bespielenden Dessauer werden es der Mannschaft von Trainer Ceven Klatt alles andere als leicht machen.